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Hückeswagen
Überquerungshilfe erst einmal auf Eis gelegt

Hückeswagen: Überquerungshilfe erst einmal auf Eis gelegt
Für diesen Bereich wünscht sich die FaB eine Überquerungshilfe für Fußgänger. FOTO: Büba (Archiv)
Hückeswagen. Die Umgestaltung des Etapler Platzes soll abgewartet werden, ehe sich nahe des Wupper-Kreisels was tut. Von Stephan Büllesbach

Herbert Pleuser sitzt als sachkundiger Bürger für die SPD im Bauausschuss und berichtete am Montagabend in einer Angelegenheit, die die FaB angeregt hat, aus dem Nähkästchen. Die möchte, dass auf dem kurzen Straßenstück zwischen dem Wupper-Kreisel und dem Etapler Platz / Schwarzen Weg von der Stadtverwaltung eine Überquerungshilfe errichtet wird. Unterstützung erhalten die Freien aktiven Bürger durch Pleuser, der als Anwohner vom Etapler Platz jeden Tag beobachten kann, was sich dort tut. "Das ist brandgefährlich dort. Da wird ständig gerast", sagte er im Ausschuss. Eine Überquerungshilfe sei die beste Lösung.

Im Juni hatte die FaB-Fraktionsvorsitzende Brigitte Thiel in einem Schreiben an Bürgermeister Dietmar Persian gefordert, dass die Verwaltung "aufgrund aktueller Gefahrensituationen eine Lösung für die gefahrlose Fußgängerquerung vom Parkplatz Wupperauen zum Neubau Etapler Platz finden" soll. Michael Kirch, Fachbereichsleiter Soziales und Ordnungsamt, hatte dem durchaus positiv gegenübergestanden: "Eine Gefährdung von Fußgängern in diesem Bereich ist nicht auszuschließen", hatte er im Gespräch mit unserer Redaktion gesagt.

Doch bei einem Ortstermin mit Vertretern der Stadt kamen Straßenverkehrsamt und Polizei zu einem anderen Ergebnis, wie Bauamtsleiter Andreas Schröder im Bauausschuss mitteilte: "Eine Überquerungshilfe würde die Verkehrssicherheit nicht verbessern", zitierte er die Vertreter der anderen Behörden.

Auch ein Zebrastreifen wäre in diesem Bereich keine Möglichkeit. So muss ein solcher in unmittelbarer Nähe einer Einmündung auf der Fahrbahn aufgetragen werden. Die Stelle, an der die FaB die Überquerungshilfe gerne hätte, weil dort am Neubau eine kleine Rampe von der Straße hoch zum Gehweg angebracht wurde, ist aber zu weit weg. Und direkt am Kreisel sei ein Zebrastreifen nach Meinung Schröders sinnlos, "weil wohl kaum jemand vom Parkplatz Wupperaue erst Richtung Kreisverkehr und über den Zebrastreifen geht, um dann wieder Richtung Etapler Platz zu laufen."

Erika Schäfer (FaB) regte schließlich einen Zebrastreifen an der Einmündung zum Etapler Platz an, zwischen dem ehemaligen "Schlemmerkotten" und der Volksbank-Filiale. Dem widersprach allerdings Roland Kissau vom Ordnungsamt: "Das ist ohnehin schon eine unübersichtliche Kreuzung", betonte er. Bei einem Zebrastreifen dort sieht er große Gefahren auf Fußgänger durch die Rechtsabbieger vom Schwarzen Weg und die Linksabbieger vom Etapler Platz zukommen.

Die Politik war sich zwar einig, dass eine Überquerungshilfe vor allem für die Fußgänger, die vom Parkplatz Wupperaue aus ins Zentrum wollen, sinnvoll ist. Doch eine Entscheidung darüber ist fürs Erste auf Eis gelegt. Willi Endresz (CDU) riet, doch erst einmal abzuwarten, bis der Umbau des Rewe-Markts (etwa im November) beendet ist. Und Bürgermeister Dietmar Persian schlug vor, auch noch bis zur Umgestaltung des Etapler Platzes im kommenden Frühjahr zu warten. "Lassen Sie uns sehen, wie sich die Dinge entwickeln", sagte er in Richtung der Politiker. "Wenn wir dann erkennen, dass wir was machen müssen, haben wir in ein, zwei Jahren immer noch die Möglichkeit dazu." Dem stimmte der Bauausschuss schließlich zu.

Zuvor hatte aber noch Vorsitzender Jörg von Polheim (FDP) mit einer Idee für fraktionsübergreifende Zustimmung gesorgt. Er schlug statt einer Überquerungshilfe eine Aufpflasterung zwischen den Einmündungen Schwarzer Weg / Etapler Platz und Kreisverkehr vor. Anwohner Herbert Pleuser betonte: "Das ist genau die richtige Idee; das bremst die Autos ab." Persian warf jedoch ein: "Die Anwohner müssen sich dann aber auch darüber im Klaren sein, dass sich die Geräuschkulisse verstärken wird, wenn die Autos ständig darüber fahren."

Quelle: RP
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