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Jüchen
Aktionsplan gegen Lärm und Dreck

Jüchen: Aktionsplan gegen Lärm und Dreck
Der Lkw-Parkplatz an der Robert-Bosch-Straße ist ebenfalls im Visier der Ordnungspartnerschaft wegen der Klagen über Müllansammlungen und über das Verrichten menschlicher Bedürfnisse im Freien. FOTO: Lothar Berns
Jüchen. Jüchen setzt auf Ordnungspartnerschaft mit Polizei und einer Sicherheitsfirma gegen Vandalismus, Krach und Verunreinigungen. Von Gundhild Tillmanns

Vandalismus und Ruhestörungen auf Bolzplätzen sind Ärgernisse Anwohner und die Gemeindeverwaltung. Hinzu kommen Klagen über Müll am Lkw-Parkplatz im Gewerbegebiet an der Robert-Bosch-Straße, wozu laut Beschwerden auch die "Hinterlassenschaften" einer Nutzung der "Freiluft-Toilette" zählen sollen. Bürgermeister Harald Zillikens hatte wiederholt zu solchen Klagen auf die Ordnungspartnerschaft der Gemeinde mit der Polizei sowie auf den Einsatz eines privaten Sicherheitsdienstes hingewiesen. Er hatte aber auch eingeräumt, dass ein mögliches Verhängen von Bußgeldern nur dann umsetzbar sei, wenn man "die Täter", also Hundehalter und im Freien "ihr Geschäft erledigende" Menschen, auch auf frischer Tat ertappe.

FWG-Fraktionsvorsitzender Gerolf Hommel, selbst Polizist, wollte nun wissen, wie die Ordnungspartnerschaft denn funktioniert, allzumal "Partys" auf Bolzplätzen dann gefeiert würden, wenn die Polizeiwache in Jüchen nicht mehr besetzt ist.

Eine Bilanz der Einsätze der Ordnungspartnerschaft legt die Verwaltung deshalb nun vor. Danach haben an der Robert-Bosch-Straße die beklagten Verunreinigungen "keinem Verursacher zugeordnet werden können." Mit den Lkw-Fahrern sei aber gesprochen worden. Einige hätten befüllte Abfallsäcke in der Fahrerkabine nachgewiesen und die ordnungsgemäße Beseitigung zugesichert. "Zur Verrichtung menschlicher und hygienischer Bedürfnisse suchen die Fahrer nach eigenen Angaben ein Restaurant oder eine Logistikfirma auf", steht im Bericht der Ordnungspartnerschaft.

Streife gehen oder fahren die Polizei und das Ordnungsamt auch regelmäßig am Schulzentrum und auf dem Parkplatz an der auf der Stadionstraße/Konrad-Duden-Allee, an den Sportanlagen und am Bolzplatz an der Stadionstraße. Das Ziel sei es, dort Präsenz zu zeigen und Vandalismus, Ruhestörungen sowie Verunreinigungen entgegenzuwirken. "Auf dem Bolzplatz zwischen der Straße In den Weiden und der Stadionstraße wurden wiederholt Jugendliche beim Fußballspielen nach 21 Uhr festgestellt. Diesen wurde nach einem Sensibilisierungsgespräch einen Platzverweis erteilt", heißt es in dem Bericht.

Seit Mai 2015 hat die Gemeinde Jüchen eine Sicherheitsfirma mit Streifen an den neuralgischen Stellen an den Wochenenden und zu unregelmäßigen Zeiten beauftragt. Diese vorbeugende Präsenz zeige bereits Erfolge. Die Bürgerbeschwerden seien spürbar zurückgegangen, beichtet die Gemeindeverwaltung. Deshalb sei die Sicherheitsfirma auch weiter beauftragt worden. Wenn die Privatfirma Ordnungswidrigkeiten feststellt, meldet sie diese dem Ordnungsamt oder der Polizeiwache in Jüchen. In diesem Jahr hat der Sicherheitsdienst bislang 3700 Euro gekostet.

Geplant sind noch Einsätze der Ordnungspartnerschaft bis zum Jahresende aufgrund von Bürgerbeschwerden über Raser in der Konrad-Duden-Allee, Vandalismus und Verunreinigungen am Schulzentrum und am Busbahnhof.

Aktuellen Beschwerden von Bürgern werde darüber hinaus anlassbezogen nachgegangen. Beispiele seien Verstöße gegen das Nichtraucherschutzgesetz in Gaststätten oder Störungen der Nachtruhe von Veranstaltungsstätten. Während der Gaststättenkontrollen seien stichprobenartig verschiedene Gaststätten in Gierath, Garzweiler, Jüchen und Hochneukirch aufgesucht worden. Dabei seien drei Verstöße gegen das Nichtraucherschutzgesetz und eine Störung der Nachtruhe festgestellt worden. Die Gäste wurden laut Gemeinde verwarnt, auf die Gaststättenbetreiber kam ein Ordnungswidrigkeitenverfahren zu.

Quelle: NGZ
 
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