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Jüchen
"Flotte Motten" sind bis ins nächste Jahr ausgebucht

Jüchen. Die Frauen-Singgemeinschaft aus Jüchen bereitet sich und anderen Freude. Beim Publikum kommt sie gut an. Von Elena Burbach

Die "Flotten Motten", so nennt sich die Frauen-Singgemeinschaft, die vor 24 Jahren von Eva Merz gegründet wurde. Seitdem sind die Frauen regelmäßig auf ehrenamtlichen Veranstaltungen unterwegs. Bis ins nächste Jahr sind sie schon fast ausgebucht. Ein Highlight für die Singgemeinschaft wird ihr Auftritt der Auftritt bei der katholischen Frauengemeinschaft dar, die in diesem Monat ihr 100-jähriges Bestehen feiert.

Ursprünglich hatten die Mütter und Großmütter der "Microchips" - einem Kinderchor, den Merz leitete - den Wunsch, mit ihren Kindern zusammen Musik zu machen. So sei die Frauen-Singgemeinschaft entstanden, erinnert sich die 64 Jahre alte Hobbymusikerin.

Doch die "Flotten Motten" verstehen sich keineswegs als normaler Chor. "Bei uns sind die Regeln viel lockerer", sagt Mitglied Ursula Ritz. Niemand müsse die Texte zwingend auswendig lernen, und wer gesundheitsbedingt nicht anders kann, darf bei den Auftritten durchaus sitzen bleiben. "Bei uns ist alles ganz entspannt", sagt Leiterin Eva Merz. Im Vordergrund stehe einfach der Spaß am gemeinsamen Singen und Musizieren. Damit kommen die "Flotten Motten" beim Publikum gut an.

Anlässlich des 40-jährigen Bestehens der "Frauenhilfsgruppe nach Krebs" in Münster sind sie nun zum zweiten Mal eingeladen, für diese Initiative zu singen, freut sich Merz. Vor solch größeren Veranstaltungen werde auch schon mal länger geprobt, sagt die Leiterin. In der Regel treffen sich die 47 Frauen aber einmal in der Woche für zwei Stunden in den Räumen des VFL Viktoria Jüchen. Zusätzlich bietet Merz für Mitglieder und Nichtmitglieder Gitarrenunterricht an. Bei einigen Auftritten ist auch ihre Linedance Tanzgruppe mit dabei, die ebenfalls schon stolze zwölf Mitglieder zählt.

Die "Flotten Motten" besuchen auch viele Seniorenheime, wo sie alte Volkslieder singen und spielen, bei denen auch demenzkranke Menschen mitsingen, wie die Chorleiterin erklärt: "Das sind besonders schöne Momente, in denen wir die Menschen mitreißen können und auf eine musikalische Reise mitnehmen," berichtet Eva Merz begeistert.

In den Wintermonaten sind die Sängerinnen wieder auf Weihnachts- und Adventfesten unterwegs. Unter anderem besuchen sie im Dezember auch die Wohnungslosenhilfe Grevenbroich, wo sie mit ihren Gesängen Freude spenden möchten.

Die Liedauswahl passt die Singgemeinschaft immer dem jeweiligen Publikum an. Zum musikalischen Friedensgebet im Nikolauskloster im November vergangenen Jahres stimmten die Sängerinnen andere Lieder an, als sie am 11. November diesen Jahres zum Countryabend im Hubertusstift Neuss spielen werden. Neben bekannten Songs singen die Frauen auch immer gerne selbst geschriebene oder umgedichtete Lieder.

Quelle: NGZ
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