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Jüchen
Mähdrescher und Feld in Flammen

Jüchen: Mähdrescher brennt auf Feld
Jüchen: Mähdrescher brennt auf Feld FOTO: Staniek
Gubberath. Den bislang größten Brand in diesem Jahr musste am Montag die Feuerwehr Jüchen bekämpfen. Auf einem Feld nahe der Grubenrandstraße hatte gegen 16 Uhr ein Mähdrescher Feuer gefangen. Die Flammen weiteten sich aus, mehrere tausend Quadratmeter Feld brannten. Von Carsten Sommerfeld

60 Feuerwehrleute waren bei rund 30 Grad Celsius im Einsatz – eine schweißtreibende Arbeit. Die Brandursache war am Abend laut Feuerwehr noch unklar.

"Noch anderthalb Stunden, dann wäre alles fertig gewesen", erklärt der Fahrer des Mähdreschers, der Jüchener Landwirt Drosch den letzten Weizen, zugleich wurde das Stroh gehäckselt. Gerade als er den 2,5 Tonnen fassenden Korntank seines Mähdreschers leeren wollte, "sah ich im Spiegel hinten Flammen aus dem Motor kommen", schilderte der Landwirt.

Ein erster Löschversuch mit einem Feuerlöscher blieb ohne Erfolg. "Die Flammen aus dem Mähdrescher waren shon bis zu vier meter hoch, unter dem Fahrzeug brannte bereits Korn auf dem Feld auf dem Feld", schildert er.
Der Jüchener alarmierte die Einsatzkräfte. "Als wir eintrafen standen der Mähdrescher und ein Teil des Feldes bereits im Vollbrand. Das Feuer drohte auf Büsche überzeugreifen.", berichtet Feuerwehr-Chef Heinz-Dieter Abels. "Zuerst haben wir den Flächenbrand bekämpft, damit sich das Feuer nicht weiter ausdehnt." Die Löschzüge Jüchen und Gierath verfügen über je ein Tanklöschfahrzeug mit 2500 Litern Wasser. "Wir haben zudem einen Pendelverkehr aufgebaut", so Abels. Sechs Löschfahrzeuge holten das Wasser von einem Hydranten etwa 500 Meter entzfernt in Gubberath, erläutert der Leiter der freiwelligen Feuerwehr.

Der Sohn des Landwirts grubberte, wie sein Vater sagte, mit einem Traktor eine Schneise ins Feld. "Etwa zwei Hektar Weizen konnten so gerettet werden", sagte der Landwirt. Rund 3000 Quadratmeter seien aber verbrannt.
Zudem löschte die Feuerwehr den Mähdrescher mit Wasser und Schaum. Außerdem war der Treibstofftank des Fahrzeugs gerissen, Feuerwehrleute dichteten ihn ab. "Der Mähdrescher ist wohl Totaschladen", sagte der Fahrer. Die landwirtschaftliche Maschine ist 20 Jahre alt. "Ich hätte ihn gern noch zehn weiter zehn Jahre gefahren", so der Jüchener.

Bereits Montagmorgen war es an der B59 bei Sasserath zu einem weiteren Mähdrescher-Brand gekommen. Als wir eintrafen, hatte der Fahrer das Feuer aber bereits gelöscht", berichtet Heinz-Dieter Abels.

Quelle: RP