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Jüchen
Wiedersehen mit den Stars des Kabaretts

Jüchen: Wiedersehen mit den Stars des Kabaretts
Die 6-Zylinder servieren am 23. September ihre Mischung aus Gesang und Entertainment. FOTO: lber
Jüchen. Gemeinde legt ihr Kabarettprogramm für 2016 vor: Neun Veranstaltungen in Peter-Giesen-Halle und Realschulforum. Von Susanne Niemöhlmann

Die Kabarettreihe "Kult(ur)Punkt Jüchen" geht in die inzwischen 15. Runde - und Kulturamtsleiter Bernhard Krahwinkel hat bei der Programmgestaltung für das kommende Jahr offenbar alle Register gezogen. Neun Veranstaltungen zwischen März und Dezember 2016 listet der druckfrisch vorliegende Programmflyer auf - allesamt sehenswert. Darunter Künstler, die durch verschiedene Fernseh-Formate bundesweit bekannt, aber sich dennoch nicht zu schade sind, auch kleinere Städte und Gemeinden zu besuchen. So gibt es für das Jüchener Publikum ein Wiedersehen mit Jürgen Becker, Wilfried Schmickler sowie Tommy Engel und seiner Band. Sie alle treten seit vielen Jahren regelmäßig in Jüchen auf und füllen die Peter-Giesen-Halle.

Den Reigen eröffnet Hastenraths Will alias Christian Macharski am 19. März. Passend dazu heißt sein Programm: "Herzlich willkommen!" Dass er "Ein Engel mit irdischer Bodenhaftung" ist, beweisen Tommy Engel und Band mit ihrem Konzert am 21. April. Das Kabarett vom Niederrhein eröffnet am 19. Mai "Die Rathauskantine" - frech, witzig, rasant und mit einer gehörigen Portion Lokalkolorit.

"Im Liegen geht's!", behauptet "Rentner" Herbert Knebel am 16. Juni in der Peter-Giesen-Halle. FOTO: kdi

"Im Liegen geht's", behauptet Herbert Knebel am 16. Juni. Wilfried Schmickler regt sich am 14. September auf und findet: Das ist "Das Letzte". Für A-Capella-Gesang vom Feinsten stehen 6-Zylinder, die am 23. September ihr Programm "alle fünfe!" präsentieretn. Weniger mit dem politischen Instrument als mit Lust und Scham setzt sich Jürgen Becker am 26. Oktober auf sicherlich unterhaltsame Weise in seinem Programm "Volksbegehren" auseinander. "Geiz ist ungeil", findet Ole Lehmann und hat am 24. November einen Gegenvorschlag parat: "So muss Leben!" Den Schlusspunkt setzt dann Chin Meyer mit "Reich-Macher". Am 8. Dezember räumt er mit finanziellen Illusionen auf.

Die Reihe Kult(ur)Punkt geht auf die dezentrale Landesgarenschau in Schloss Dyck im Jahre 2002 zurück. Seit 2009 finden die Abende an zwei Veranstaltungsorten statt. "Die Verwaltung versucht, für die Peter-Giesen-Halle Künstler zu verpflichten, die durch Funk- und Fernsehauftritt bekannt sind", erzählt Bernhard Krahwinkel, zwischen 450 und 500 Besucher ziehen diese großen Namen an. "Im Realschulforum treten Künstler auf, die ebenfalls sehr gut sind, aber noch nicht einen so hohen Bekanntheitsgrad haben. Mit diesem Konzept sind wir in den letzten Jahren sehr gut gefahren", sagt Krahwinkel, der persönlich Tommy Engel sehr schätzt. Gibt es Kabarettisten oder Musiker, auf die er sehr lange warten musste? "Künstler, die aufgrund ihres Bekanntheitsgrades nur noch überwiegend in Hallen mit mehr als tausend Besuchern auftreten, kann man selten verpflichten", bedauert Krahwinkel, der eng mit einer Agentur zusammenarbeitet. Bislang blieb im erspart, eine Veranstaltung absagen zu müssen. Und auch über divenhaftes Gehabe der Künstler hatte er sich noch nie zu beschweren. "Es gibt immer wieder einmal Künstler, die besondere Wünsche haben. Aber insgesamt ist die Betreuung angenehm."

Spricht am 26. Oktober über das Liebesleben der Blattläuse, Religion und Scham: Jürgen Becker. FOTO: hjba
Quelle: NGZ
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