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Jüchen
Wilder Müll kostet Gemeinde 35.000 Euro

Jüchen: Wilder Müll kostet Gemeinde 35.000 Euro
Sogar zwei Sofas lagen in der Landschaft. FOTO: Gemeinde
Jüchen. Ein ganzer Müllberg lag jetzt zwischen Quackshof und Kamphausen. Verursacher wurde ermittelt.

Zwei große Sofas lagen in der Landschaft, daneben war eine Menge weiterer Müll und Bauschutt abgelagert worden - unter anderem Teller, Waschbecken und Bilder. Die Mitarbeiter des Ordnungsamtes staunten nicht schlecht, als sie den Berg des illegal entsorgten Mülls - mehrere Kubikmeter - sahen, den ein zunächst unbekannter Entsorger zwischen dem Quackshof und der Ortschaft Kamphausen abgelagert hatte.

Doch die Gemeinde kam dem Verursacher, wie Sprecher Norbert Wolf erklärt, auf die Spur: "In den Hinterlassenschaften konnten schnell eindeutige Hinweise auf den Verursacher gefunden werden. Dieser wurde aufgefordert, umgehend den Müll zu entfernen", sagt Wolf. "Ihm droht jetzt die Einleitung eines Bußgeldverfahrens durch das Umweltamt des Rhein-Kreises Neuss." Um welche Hinweise es sich handelt, verrät die Gemeinde nicht.

Wild abgelagerter Müll beschäftigt immer wieder die Mitarbeiter des Bauhofes - und verursacht Kosten. Für die Beseitigung von 240 Funden "musste die Gemeinde 2017 35.000 Euro ausgeben", erklärt Technischer Dezernent Oswald Duda. 165 Kubikmeter illegal weggeworfenen Abfall habe der Bauhof entsorgt. Im Vergleich zu den Vorjahren sei die Menge leicht gestiegen. Der Zuwachs liegt wahrscheinlich auch an der erhöhten Aufmerksamkeit, die Gemeinde und Bürger dem Thema widmen. Vor zwei Jahren hat die Verwaltung die Aktion "Wir bleiben sauber - keine Chance für wilden Müll" gestartet. "Dabei haben wir das Versprechen abgegeben, dass wir wilden Müll 24 Stunden nach der Meldung beziehungsweise am nächsten Werktag entfernen", sagt Wolf. 2017 habe es 80 Hinweise von Bürgern gegeben, die sich unter Telefon 02165 6855, per Mail an wilder-muell@juechen.de oder am Mängelmelder melden können. Zwei Bauhofmitarbeiter, die unter anderem Papierkörbe leeren, sind auf viele weitere Ablagerungen gestoßen. "Dabei entfernen sie den Müll unabhängig davon, ob die Gemeinde oder jemand anders zuständig ist", betont Duda.

(cso-)
 
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