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Kaarst
Die Dreckecken der Stadt

Kaarst: Die Dreckecken der Stadt
Das sind die Kaarster Dreckecken. FOTO: NGZ
Kaarst. Im gesamten Stadtgebiet hat die Stadtverwaltung Orte ausgemacht, die oft zum Abladen von Müll genutzt werden. Vor allem diesen Stellen sollen sich die Teilnehmer des "Drei-Besen-Tags" am Samstag widmen. Von Andreas Gröhbühl

Die Stadtverwaltung hat pünktlich zum Drei-Besen-Tag am Samstag einen Stadtplan mit Kaarsts Dreckecken vorgelegt. 44Punkte in der Innenstadt, Holzbüttgen, Vorst und Büttgen werden darin genannt, die "erfahrungsgemäß" stark verschmutzt sind.

Von den Parkplätzen am Kaarster See bis zum Park-and-Ride-Parkplatz in Büttgen. Genau um die Stellen sollen sich die fleißigen Helfer kümmern, die am Samstag - und was die Schulen betrifft zum Teil schon heute - mit Handschuhen und Zangen bewaffnet durch die Straßen und Wälder streifen. Deshalb sind die Treffpunkte, an denen den freiwilligen Reinigungstrupps Müllsäcke und Werkzeuge ausgehändigt werden, gleich mit eingezeichnet.

30 Tonnen sammeln die Helfer unter der Ägide der Schützen Jahr für Jahr in Kaarst ein. Etwa 1400 Menschen, schätzen die Schützen, werden an der Saubermach-Aktion teilnehmen. Angler, Rettungsschwimmer, Schützen, Schüler, aber auch andere Privatpersonen.

Das bisherige Fazit der Schützen nach zehn Jahren fällt positiv aus. "Der Müll ist weniger geworden", sagt Hans Töller von der St. Sebastianus-Schützenbruderschaft in Holzbüttgen. Und auch Peter Becker von der Kaarster St. Sebastianus-Bruderschaft entdeckt inzwischen "keine Einwegspritzen mehr im Wäldchen an der Schule Alte Heerstraße mehr".

Peter Becker, der den "Drei-Besen-Tag" seinerzeit mitgegründet hat, hat eine besondere Methode, um vor allem die Jugend für den bürgerschaftlichen Frühlingsputz zu begeistern: Er adelt jeden, der mitmacht mit einer "Drei-Besen-Tag"-Anstecknadel. Diese würden schon auf Schulhöfen gehandelt. "Anstecknadeln zu lieben ist Schützen wahrscheinlich wesenseigen", sagt Becker.

 
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