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Kaarst
"Grüne" Ideen für Hüngert II

Kaarst: "Grüne" Ideen für Hüngert II
Veronika Wolf erklärt Grünen-Chef Christian Gaumitz die Besonderheiten des "Zero Emission Parks". FOTO: Berns
Kaarst. In der Diskussion um die Rahmenplanung für das Ikea-Gewerbegebiet haben die Grünen Veronika Wolf eingeladen. Projekt der Diplom-Umwelttechnikerin ist ein menschen- und umweltfreundliches Industriegebiet. Von Rudolf Barnholt

Der politische Beschluss zum Rahmenplan des Gewerbegebiets Hüngert II steht in einigen Wochen auf der Tagesordnung, Deshalb hatten die Kaarster Grünen Veronika Wolf eingeladen: Die 61-jährige Betriebswirtin und Diplom-Umwelttechnikerin arbeitet aktuell an einem Projekt, das es so noch nicht gegeben hat. Es heißt "Zero Emission Park" und beschreibt ein Industriegebiet, das so menschen- und umweltfreundlich ist wie noch nie.

Strom zentral produzieren

Ökologisch, ökonomisch und sozial – das sind die Merkmale der "Zero Emission Parks". Selbstverständlich ist auch Veronika Wolf klar, dass das Null-Emissions-Ziel illusorisch ist, gleichwohl soll das Konzept deutliche Verbesserungen bringen. Industriegebiete bekannter Prägung definierte die Referentin als "zusammengewürfelte Haufen von Unternehmen, die eigentlich nix miteinander zu tun haben". Das soll sich ändern.

Veronika Wolf sagt, dass Unternehmern mehr bewirken könnten als Politiker. Sie könnten als Nachbarn eines Industriegebietes Strom zentral produzieren, Verbrauchsmaterialien gemeinsam einkaufen, überschüssige Wärme an Nachbarn abgeben, anstatt sie ungenutzt verpuffen zu lassen und nach neuesten Umweltstandards ihre Firmengebäude errichten. Kleine Windräder könnten Strom erzeugen, auf die Dächer gehörten Solaranlagen oder zumindest eine Begrünung. Ebenfalls gut für die Umwelt, sagt Wolf, seien Pendlerbörsen sowie Möglichkeiten im Gewerbegebiet, etwas zu Essen zu kaufen, um nur zwei Beispiele zu nennen.

"Ikea am alten Standort lassen"

Grünen-Chef Christian Gaumitz kritisierte die Verkehrsplanung für Hüngert II: "Der Verkehr kann nicht so abgewickelt werden, wie die Stadt sich das vorstellt." Veronika Wolf regte an, "eine Gesamtstrategie zu entwerfen, damit kein unnötiger wirtschaftlicher und ökologischer Schaden entsteht". Es sei ratsam, Unternehmen mit einzubinden und "vorwärts zu denken" und eine Nachhaltigkeitsplanung zu erstellen. Sie regte an, Unterstützung durch das Wirtschaftsministerium einzuholen.

Gaumitz sagte, "das ganze Gebiet Hüngert II müsse umgedacht werden". Am besten wäre es, wenn Ikea am alten Standort bliebe. Das sei auch vor dem Hintegrund des demografischen Wandels sinnvoll.

Quelle: NGZ
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