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Kaarst
Jan-van-Werth-Plakette für Tschernobylhilfe

Kaarst. Bereits zum 26. Mal fand jetzt die Verleihung durch die Büttger Bruderschaft statt.

Jan van Werth starb am 12. September 1652. Der Gedenkgottesdienst findet immer am darauffolgenden Samstag dieses Datums statt. Zum ersten Mal legte Bürgermeisterin Ulrike Nienhaus einen Kranz am Ehrenmal des berühmten Büttgers nieder.

Zum 26. Mal verlieh die Büttger Bruderschaft die Jan-van-Werth-Ehrenplakette. Sie ging diesmal an die Ökumenische Tschernobylhilfe Büttgen. Auszeichnung und Geldspende nahm die Vorsitzende Anni Müller entgegen. Die Verleihung der Plakette ist ein festes Ritual der Bruderschaft. Wegen eines Todesfalls in der Familie waren diesmal nur drei Nachfahren van Werth's nach Büttgen gekommen: Daniel Raitz-van Frentz (26) war zum ersten Mal dabei, ganz im Gegensatz zu seinem Vater Alexander (46) - beide leben in Krefeld. Gräfin Immaculata von Hoensbroech, die gestern 83 Jahre alt wurde, war mit dem Auto von Schloss Kellenberg in Jülich angereist. Das Jan-van-Werth-Reitercorps in seinen tollen Uniformen brachte Farbe ins Pfarrzentrum. Mit dabei: Jan und Griet - das sind in diesem Jahr Bernd und Angelika Glasemacher.

Brudermeister Ludger Heintz mahnte die Anwesenden, "Flüchtlingen Hilfe anzubieten und sie herzlich willkommen zu heißen". Als vor gut 30 Jahren in Tschernobyl die Reaktor-Katastrophe geschah, halfen Menschen aus Büttgen - und helfen immer noch.

"Die Ökumenische Tschernobylhilfe Büttgen schickt Pakete nach Weißrussland, vermittelt Patenschaften und hat viele Kinder eingeladen, ein paar Wochen in Kaarst zu verbringen", sagte Heintz. Und er fügte hinzu: "Jeden Monat fährt ein voll beladener Lkw von Büttgen nach Weißrussland." Er erinnerte daran, dass das Kernteam aus nur acht Personen besteht. Anni Müller, "das Gesicht der Tschernobylhilfe", die seit 25 Jahren aktiv ist, lasse den Mut trotz ihrer angeschlagenen Gesundheit nicht sinken.

(barni)
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