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Kaarst
Kaarster Sebastianer bestätigen ihren Vorstand

Kaarst. Die Kaarster St. Sebastianer ließen die Kino-Leinwand runterfahren, Schützenkönig Axel Hebmüller und seine Minister Hermann-Josef Schiffer und Heinz Weifels schauten sich noch einmal an, wie der Königsvogelschuss im vergangenen Jahr gefallen war. Es ging überhaupt sehr entspannt zu auf der Jahreshauptversammlung der Kaarster Schützen. Ein Indiz dafür: Alle Vorstandsmitglieder, die zur Wiederwahl anstanden, wurden mit satten Mehrheiten im Amt bestätigt. So bleibt Guido Otterbein Schriftführer, Peter Wisner wurde als Schatzmeister im Amt bestätigt, Ralf Hausdorf als Schießmeister. Archivar bleibt Horst Fröhlich, Sascha Loquingen heißt der alte und neue Beisitzer. Das Königshaus verzichtet auf Blumen und Geschenke und unterstützt stattdessen den Verein "Herzenswünsche", der es sich zum Ziel gesetzt hat, schwerkranken Kindern und Jugendlichen lang ersehnte Wünsche zu erfüllen. Eine Sammlung im Rahmen der Jahreshauptversammlung brachte 1217,79 Euro ein - die Bruderschaft rundete auf 1300 Euro auf.

Zum ersten Mal wurde eine solche Versammlung von einer hauptamtlichen Bürgermeisterin begleitet. Was Ulrike Nienhaus sagte, dürften die Schützen gerne gehört haben. Es waren Sätze wie diese: "Wir brauchen Traditionen, die wir von Generation zu Generation weitergeben können." Und sie griff ein Problem auf: "Es gibt Finanzämter, die die Gemeinnützigkeit von Schützenbruderschaften überprüfen wollen, wenn die keine Frauen als Mitglieder aufnehmen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Männer in Frauenvereinigungen mitmachen."

Schützenmeister Christoph Klever kündigte an, dass am Schützenfest-Samstag und -Sonntag die Band "Schröder" im Zelt spielen wird, für Montag und Dienstag ist die Formation "Voices" gebucht. "Noch zehn Mal die Gelbe Tonne rausstellen, dann ist Schützenfest", freute sich Klever.

Geschäftsführer Stefan Stamm nahm zur Regimentsordnung Stellung, die jetzt verabschiedet wurde. Demnach können einzelne Schützen, aber auch ganze Züge vom Schützenfest ausgeschlossen werden, wenn sie sich danebenbenehmen. Unter anderem wird "Wildpinklern" der Kampf angesagt. Zugnamen können abgelehnt werden, wenn sie dem Auftritt der Bruderschaft in der Öffentlichkeit schaden. Neue Züge müssen sich einer bereits bestehenden Gruppierung beziehungsweise einem bereits existierenden Corps anschließen, sie müssen mindestens aus dem Zugführer und sieben Marschierern bestehen. Brudermeister Claus Schiffer hatte darauf hingewiesen, dass Schütze zu sein mehr ist als vier Tage lang Schützenfest zu feiern. Ganz in diesem Sinne erinnerte er an den von Peter Becker initiierten "Drei-Besen-Tag", der unter der Regie von Oliver Wendt am 12. März stattfindet. Die Kaarster St. Sebastianer haben aktuell 1237 Mitglieder - vor einem Jahr waren es 14 mehr.

(barni)
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