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Kaarst
Kreislandwirt weckt Erinnerungen

Kaarst. Der Kreisheimatbund hatte zu einem Vortrag in den Tuppenhof geladen.

Über Jahrhunderte war das Gebiet des heutigen Rhein-Kreises von bäuerlichem Leben geprägt. Wie sehr sich der Stellenwert der Landwirtschaft verändert und welchen neuen Herausforderungen sie sich gegenüber sieht, stellte Kreislandwirt Wolfgang Wappenschmidt auf Einladung des Kreisheimatbundes im Tuppenhof vor.

Noch vor 100 Jahren war ein Drittel der Erwerbstätigen in der Landwirtschaft beschäftigt. Historische Aufnahmen, die Wappenschmidt mitgebracht hatte, lösten bei den Älteren im Publikum Erinnerungen an früher aus, als das Heu von Hand gewendet und die meisten Transportarbeiten von Pferden bewältigt wurden. Wurden 1950 noch 44 Prozent des Einkommens für den privaten Verbrauch von Nahrungs- und Genussmitteln ausgegeben, sind es heute nur zehn Prozent. Gerade mal ein Viertel des Ladenpreises, so Wappenschmidt, komme beim Landwirt an. Sicherlich eine Folge dieser Entwicklung ist der Rückgang der Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe auch im Kreisgebiet: 1990 waren es 1081, 2015 noch 504. Allerdings gebe es auch durchaus Nachwuchs in diesem Wirtschaftszweig. Eine ganze Reihe von Landwirten habe ihre Nische erfolgreich im Vermieten von Reithallen oder im Anbau und der Vermarktung von Saisonobst und -gemüse wie Spargel und Erdbeeren gefunden.

Quelle: NGZ
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