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Kaarst
Miet-Fahrzeuge für den Betriebshof?

Kaarst. Der Fuhrpark ist in die Jahre gekommen. Die Stadt soll nun Lösungen ausloten.

Das Fünferbündnis, bestehend aus SPD, Grünen, FDP, Freie Wählergemeinschaft und UWG, sieht unter wirtschaftlichen Aspekten Optimierungsbedarf bei der Anschaffung von Fahrzeugen für den Baubetriebshof. Gemeinsam mit den Stimmen der CDU wurde im Bau- und Umweltausschuss beschlossen, dass die Verwaltung neue mögliche Wege ausloten soll.

Fragen in diesem Zusammenhang sind, ob beziehungsweise welche Fahrzeuge zukünftig im Bedarfsfall gemietet werden können, in welchem Umfang eine Zusammenarbeit mit anderen Kommunen möglich ist, ob der Fahrzeugbestand reduziert werden kann und ob es Landwirte gibt, die bereit wären, bei der Schneeräumung mit ihrem Gerät auszuhelfen. Außerdem soll geprüft werden, ob Leasingrückläufer eine Alternative bei der Ersatzbeschaffung sein könnten. Vor der Ausschuss-Sitzung hatte man sich in der Halle des Baubetriebshofs getroffen. Die Technische Beigeordnete Sigrid Burkhart wirkte wie eine Autoverkäuferin, die ein Geschäft mit ausrangierten Nutzfahrzeugen für den Export in Drittweltländer betreibt.

Die Ausschuss-Mitglieder sahen sehr viel Kantenrost, hörten von Ölundichtigkeiten und erfuhren, dass ein 7,5 Tonner, der auch zur Schneeräumung eingesetzt wird, bereits 29 Jahre alt ist und noch nicht einmal über Sicherheitsgurte verfügt. Von den insgesamt 39 Fahrzeugen sind bereits 16 abgeschrieben. Zum Glück waren die beiden letzten Winter mild, so dass die Streufahrzeuge nicht so stark belastet wurden. Der 29 Jahre alte Mercedes-Lkw soll so schnell wie möglich ersetzt werden, im Haushaltsplan stehen für eine Ersatzbeschaffung 85.000 Euro zur Verfügung. "Wir hätten gerne einen Zehntonner", sagte der stellvertretende Leiter des Baubetriebshofes, Willi Weifels.

Das Fünferbündnis weigerte sich zunächst, die Mittel freizugeben. Rainer Milde (CDU) sprach sich für die Entsperrung aus: "Dass dieses Fahrzeug ersetzt werden muss, steht fest." "Die Mitarbeiter des Baubetriebshofs sollen gutes Gerät kriegen, da sind wir gar nicht so sehr auseinander", sagte Herbert Palmen (SPD). Die Technische Beigeordnete machte einen Kompromissvorschlag, dem alle Ausschussmitglieder zustimmen könnten: Demnach empfahl der Bau- und Umweltausschuss dem Rat die Mittelfreigabe unter der Maßgabe, dass die Verwaltung alternative Beschaffungsformen wie den Kauf eines Leasingrückläufers prüft und vor Auftragsvergabe den Haupt- und Finanzausschuss informiert.

(barni)
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