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Kaarst
Plan: Wohnheim für Abhängige

Kaarst. An der Heinrich-Lübke-Straße soll ein Wohnheim für Alkohol- und Medikamentenabhängige entstehen. Die Kranken sollen "gemeindenah wohnen" und so besser in die Gesellschaft integriert werden. Von Andreas Gröhbühl

Alkohol- und Medikamentenabhängige sollen an der Heinrich-Lübke-Straße demnächst Garten an Garten mit Nichtkranken wohnen. Der Wohnverbund St. Alexius plant ein zweieinhalb-geschossiges Wohnheim für 16 dieser Menschen, acht sollen in einem weiteren Apartmenthaus mit sieben Kleinwohnungen einziehen. Bisher sind die Patienten in einem Krankenhaus der St. Augustinus-Kliniken untergebracht, die den Wohnverbund betreibt. An der Heinrich-Lübke-Straße sollen sie ebenfalls rund um die Uhr betreut werden.

Ziel: die Bürger erreichen

Bei den 16 Abhängigen die im Wohnheim untergebracht werden, handelt es sich laut Regine Schroers, Leiterin des Wohnverbunds St. Alexius, um Menschen, die seit vielen Jahren mit Drogen zu kämpfen haben und die schon viele Behandlungen hinter sich haben. In den sieben Apartmentwohnungen werden hingegen Patienten leben, bei denen eine ständige Betreuung nicht notwendig ist. Ziel bei ihnen ist es, sie vor einer intensiven Therapie zu bewahren.

Regine Schroers und ihren Mitstreitern geht es darum, die Abhängigen wieder in die Gesellschaft einzugliedern. Sie im Krankenhaus zu belassen sei keine Lösung. "Denn das ist ja kein normales Wohnen", sagt die Leiterin des Wohnverbunds. Zugleich aber will Regine Schroers die Kaarster Bürger erreichen, besonders diejenigen, die ihrer Hilfe bedürfen. Erkrankte sollen ein Angebot in ihrem Heimatort bekommen.

Gleichzeitig weiß die 52-Jährige, dass Anwohner nicht immer aufgeschlossen solchen Projekten gegenüberstehen. "Sicher gibt es Befürchtungen", sagt sie. "Aber die Erfahrung lehrt uns, dass wir derartige Ängste zerstreuen können."

Um das zu tun, hat der Wohnverbund Nachbarn, Angehörige, Betroffene und Interessierte zu einer Informationsveranstaltung eingeladen. Am Montag, 15. März, um 19 Uhr möchte Regine Schroers das Wohnheim mit Grafiken und Zahlen zu Kosten, Größe und Baubeginn im Pfarrzentrum St. Martinus (Rathausstraße 12) vorstellen.

Quelle: NGZ
 
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