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Kamp-Lintfort
Besucher erfahren den Bergbau mit dem Segway

Kamp-Lintfort. Die Tour zur Premiere war ausgebucht. Diese Stadtführung soll regelmäßig einmal im Monat stattfinden - außer im Winter. Von . von Peter Gottschlich

Zehn Segway-Fahrer rollten am Samstag am Rathaus los. Mit ihren einachsigen Elektrofahrzeugen starteten sie erstmals zur Tour "Bergbau erfahren". Die Rundfahrt, die gleich beim ersten Mal ausgebucht war, soll Start von regelmäßigen Stadtführungen sein. Bislang hatten lediglich private Initiativen Besucher auf historische Rungänge eingeladen. Diese informierten beispielsweise über die Bergbaugeschichte die Geschichte der Brauereien, Brennereien und Lebensmittelhersteller.

Das Stadtmarketing greift die Idee dieser Rundgänge auf, wobei die Teilnehmer mit dem Segway unterwegs sind. Einmal im Monat soll eine Tour stattfinden. "Nur in den Wintermonaten ist Pause", sagt Stadtmarketing-Mitarbeiterin Sonja Kadesreuther. Zunächst bietet das Stadtmarketing nur Führungen zur Bergbaugeschichte an. "Im neuen Jahr kann es auch andere Themen geben", blickt Sonja Kadesreuther in die Zukunft. Termine für 2016 hat das Stadtmarketing noch nicht festgelegt. Denn die Planung hängt auch davon ab, auf welche Resonanz die nächsten beiden Führungen Ende September und Ende Oktober stoßen, die ebenfalls unter dem Thema "Bergbau erfahren" stehen. "Bereits jetzt gibt es jeweils sieben Anmeldungen", berichtet Kadesreuther. "Maximal 20 Teilnehmer können je Tour mitfahren."

Auf die Idee, Segway-Tours in Kamp-Lintfort zu starten, war sie im Mai 2015 gekommen. Da traf sie auf der niederrheinischen Tourismusmesse in Kalkar Maik Ullbrich, den Geschäftsführer von "Fit4Seg" aus Sonsbeck. Mit dem Segway-Guide Dirk Sauder fanden sie schnell einen Gruppenführer. Der 53-Jährige Moerser war bis 2012 Reviersteiger in der Ausbildung des Bergwerkes West gewesen. Bevor eine Tour mit den Segways von "Fit4Seg" losgeht, erklärt er den Teilnehmern, was sie zu beachten haben, wenn sie mit dem Elektrofahrzeug unterwegs sind. "Ein Segway fährt so, wie ich meinen Körper halte", sagt Sauer. Segway-Fahrer müssen einen Helm tragen, weil ihr Fahrzeug vom Verkehrsrecht wie ein Mofa gesehen wird. Deshalb benötigen die Teilnehmer einen Führerschein für ein Mofa, Motorrad oder Auto.

Nach einer halben Stunden Theorie und Einfahren begann die eigentliche Tour, die 14 Kilometer lang ist und zwei Stunden dauert. Durch die Bergarbeitersiedlung rollten die Teilnehmer zum Lehrstollen neben der ehemaligen Ausbildung, durch den sie von Klaus Deuter geführt wurden. Durch die Beamtensiedlung und das Stephanswäldchen gelangten sie auf den Wandelweg, den sie bis zum Kamper Berg fuhren. Entlang des Niersenberges fuhren sie schließlich weiter Richtung Rathaus.

Die nächste Segway-Tour "Bergbau erfahren" findet am Sonntag, 27. September statt. Start ist um 17 Uhr vor dem Rathaus. Eine weitere startet am 25. Oktober, um 9.30 Uhr. Die Teilnehmerzahl ist auf 20 beschränkt. Die Gebühr beträgt 59 Euro pro Person. Anmeldungen nimmt Sonja Kadesreuther unter 08242 912-452 entgegen.

Quelle: RP
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