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Tierheim in Kamp-Lintfort
Tierquälerei - Hund konnte vor Dreck nicht mehr stehen

Tierheim in Kamp-Lintfort: Tierquälerei - Hund konnte vor Dreck nicht mehr stehen
Eingepfercht in einer Box wurden die Hunde im Bereich Asdonkshof gefunden. Wer kennt den Halter? FOTO: Tierherberge
Kamp-Lintfort. Die Tierherberge Kamp-Lintfort hat Sonntag zwei völlig verwahrloste Hunde aufgenommen. Die Tiere waren eng eingepfercht in einer Box und völlig verkotet an der Deponie Asdonkshof abgestellt worden. Von Sebastian Peters

Es ist ein schockierender Fall von Tierquälerei: Bei der Tierherberge in Kamp-Lintfort sind am Sonntag zwei völlig verwahrloste Hunde abgegeben worden, die zuvor zusammengepfercht in einer Box am Asdonkshof abgestellt worden waren. Das Ordnungsamt der Stadt Kamp-Lintfort übergab die Hunde an den Verein Bund deutscher Tierfreunde, der die Tierherberge mit Sitz an der Straße Am Drehmannshof betreibt. Der Verein machte das Schicksal der Hunde auch auf Facebook öffentlich. Dort schlug der Fall hohe Wellen: Rund 7500 Mal wurde der Beitrag zu den zwei verwahrlosten Hunden bis Sonntagabend geteilt.

Die Fotos, die die Tierherberge auf Facebook zeigt, dokumentieren das Ausmaß der Tierquälerei. Die Hunde sind abgemagert bis auf die Knochen, Vorder und Hinterbeine waren bei Abgabe von Kot bedeckt und völlig verklebt, so dass die Tiere nicht selbst stehen konnten. Die Hunde hätten die Beine weder richtig strecken noch anwinkeln können, wird berichtet. Auch seien die Hunde von Flöhen besetzt und unterkühlt gewesen. "Die Fell-Kotplatten sind schwerer als die eigentlichen Hunde. Vermutlich befanden sie sich schon einige Tage in dieser Box." Die Hunde seien nicht gechippt, hätten keine Hinweistätowierung und würden auch kein Halsband tragen wird berichtet. Gestern konnte die Tierrettung zunächst nur vage Hinweise auf die Rasse der Hunde geben. So wird vermutet, dass es sich um einen kleinen Cocker und um einen Cavalier King Charles handelt. Der eine Hund habe schwarz-weißes, der andere Hund braunes Fell. Das braune Tier soll eine Hündin sein, der schwarz-weiße ein Rüde. Mehrere Facebooknutzer signalisierten gestern schon Bereitschaft, die Hunde aufnehmen zu wollen.

Die Tierherberge sucht nun nach Hinweisen auf den Halter der Tiere. Ihm drohen auch juristische Konsequenzen. Eine Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren drohen laut Tierschutzgesetz. "In unseren Jahren als Tierpfleger haben wir schon wirklich viele schreckliche Dinge gesehen, aber dieser Fall von Tierquälerei lässt sogar uns wieder einmal den Atem stocken. Wir sind fassungslos traurig und zutiefst erschüttert", teilte die Tierrettung auf Facebook mit.

Quelle: RP
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