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Kreis Viersen
Anstieg von Rotavirus-Infektionen

Kreis Viersen. Die Zahl der Rotavirus-Infektionen hat sich im Kreis Viersen dieses Jahr verglichen mit dem Vorjahr schon mehr als verdoppelt. Das geht aus den aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts für meldepflichtige Infektionskrankheiten hervor.

"Wurden im gesamten Jahr 2016 im Kreis Viersen 14 Infektionen mit dem Rotavirus ärztlich festgestellt, so waren es dieses Jahr bis Anfang August bereits 34", berichtet Michael Lobscheid von der Krankenkasse IKK classic (früher Innungskrankenkasse). "Und die wirkliche Zahl der Infektionen dürfte noch wesentlich höher sein, da nicht jeder Betroffene zum Arzt geht und so in die Statistik einfließt."

Das Rotavirus ist die häufigste Ursache für schwere Durchfallerkrankungen bei Säuglingen und Kindern. Es ist hochansteckend und wird leicht übertragen. Auch Erwachsene können sich mit dem Virus infizieren. Durch den starken Durchfall verlieren die Patienten viel Flüssigkeit, was besonders für Säuglinge und Kleinkinder lebensbedrohlich sein kann. Die Übertragung erfolgt hauptsächlich durch Schmierinfektion. Die Viren werden dabei durch kleinste Stuhlreste an den Händen weitergegeben und können von der Hand in den Mund gelangen. Weil Kleinkinder häufig Sachen in den Mund nehmen, sind sie besonders gefährdet. Zudem ist ihr Immunsystem noch nicht so stark wie bei Erwachsenen. Hat eine Infektion stattgefunden, setzt nach ungefähr drei Tagen Durchfall ein, der innerhalb weniger Stunden immer schlimmer wird. Oftmals kommen Übelkeit, Erbrechen, starke Magenschmerzen oder Fieber hinzu. Medikamente gegen das Virus gibt es nicht. Der Arzt kann lediglich Mittel verordnen, die die Symptome lindern. Für Säuglinge unter sechs Monaten gibt es eine Schluck-Impfung gegen Rotaviren. Die Kosten übernimmt die Krankenkasse.

Quelle: RP
 
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