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Stadt Kempen
Auf dem Zanger: Anwohner fürchten Kosten und mehr Verkehr

Stadt Kempen: Auf dem Zanger: Anwohner fürchten Kosten und mehr Verkehr
Anwohner der "Breite Straße" und "Auf dem Zanger" diskutierten mit Mitgliedern der SPD-Ratsfraktion über die Erschließung des Baugebiets. FOTO: Hüskes
Stadt Kempen. Bei einem Ortstermin mit der SPD-Fraktion äußerten die Anwohner ihre Bedenken gegen das geplante Neubaugebiet im St. Huberter Westen.

Bevor die ersten Grundstücke im Neubaugebiet "Aldekerker Straße/An der Mühle" im St. Huberter Westen erschlossen werden können, muss die Stadtverwaltung Kempen wohl noch ganz viel Überzeugungsarbeit leisten. Denn etliche Anwohner sind mit einer Vielzahl von geplanten Vorhaben in dem Gebiet nicht einverstanden. Die Eigentümer der westlichen Teilflächen des städtebaulichen Rahmenplan sind strikt und auch langfristig gegen eine Baulandentwicklung in diesem Bereich. So beschränkt sich jetzt das weitere Planverfahren mit der Schaffung verbindlichen Planungsrechts auf die östliche Hälfte des Rahmenplans.

Doch auch hier wird Kritik laut. Wie beim Ortstermin mit Mitgliedern der Kempener SPD-Ratsfraktion deutlich wurde, haben sich bereits zwei Interessengemeinschaften gegründet. "Wir werden ihre Sorgen und Ängste ernst nehmen und in unsere Beratungen einfließen lassen", sagte SPD-Fraktionschef Andreas Gareißen. Immerhin 120 Wohneinheiten sind für das Baugebiet vorgesehen. Erschrocken war der eine oder andere Anwohner, der der Einladung gefolgt war, als er erfuhr, dass eine dreigeschossige Bebauung dort ermöglicht werden soll. Die Anwohner sind vor allem nicht damit einverstanden, dass, wie geplant "alles über die Breite Straße in dieses Neubaugebiet fahren soll", so Hans-Werner Pfetzer. Zudem wären die Anwohner der Straße "Auf dem Zanger" besonders von dem zusätzlichen Verkehr des Neubaugebietes betroffen. Sie fürchten auch, dass sie bei einem Ausbau der Straße zu Anliegerbeiträgen herangezogen werden. Einige Anwohner, die an der kurzen und schmalen Straße wohnen, machten deutlich, dass es wohl auch zu Problemen mit der Entwässerung kommen könnte. Der Grund: Das geplante Neubaugelände steigt nach Norden an. Da es zuletzt auch im Kendeldorf immer wieder Starkregen gegeben hat, hat dieser auch Spuren hinterlassen. Der Verlust von einem Stück Natur wurde in der Diskussion ebenfalls kritisiert.

Die Bürger haben im Rahmen der frühzeitigen Bürgerbeteiligung jetzt die Möglichkeit, ihre Anregungen und Bedenken bis zum 28. August bei der Stadtverwaltung Kempen schriftlich einzubringen. Die Stadt hat zudem eine Bürgerinformation angekündigt. Ein Termin ist bislang nicht bekannt.

(mab)
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