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Kreis Viersen
Auf der Suche nach einem warmen Plätzchen, wenn es draußen kalt ist

Kreis Viersen. Viersener Tierschutzgruppe bittet um Hilfe für Katzen, die kein Zuhause haben. Einige von ihnen seien richtige Schmuser. Von Bianca Traffer

Wenn es regnet, nasskalt und damit einfach nur ungemütlich ist, dann sehnt sich ein jeder nach einem trockenen warmen und gemütlichen Plätzchen. Das gilt nicht nur für Menschen, sondern auch für Vierbeiner. In diesem Fall sind es fünf Katzen, die mit dem einsetzenden Winter gerne ein sicheres Plätzchen hätten. Aktuell leben alle fünf freilebend in Viersen, wobei sie von der Tierschutzgruppe des BUND NRW Kreis und Stadt Viersen versorgt werden.

"Wir füttern die Katzen jeden Tag an bestimmten Stellen in Viersen. Sie leben zwar draußen, aber alle fünf lassen sich streicheln. Einige sind dabei regelrechte Schmuser", berichtet Hildegard Eichenauer. Die Fünf sollen nicht mehr auf der Straße leben, sondern ein Daheim mit Freigang bekommen. Zwei von den Schmusern sind Pünktchen und Mäxchen. Die beiden kastrierten Jungkater sind ungefähr anderthalbjährig und hängen sehr aneinander. Pünktchen ist ein schwarz-weißer Kater und Mäxchen ein rot-weißer. "Sie sind absolut verspielt und ein richtig gutes Team. Daher würden wir sie auch gerne im Doppelpack vermitteln", sagt Claudia Sick. Die beiden Kater sowie die ebenfalls kastriere Katze Flusi, sind das Opfer von Animal Hording geworden und leben seitdem draußen. Flusi, die aufgrund ihres längeren Fells diesen Namen trägt, ist ein wenig schüchterner als die beiden Kater. "Wenn sie jemanden kennt, wie es bei uns der Fall ist, frisst sie einem aus der Hand. Fremden gegenüber präsentiert sie sich aber zunächst einmal rückhaltend", erklärt Sick. Die Tierschützer schätzen sie auf ungefähr vier Jahre.

Ein bisschen im Opa-Alter sind dagegen der schwarze Elvis und der graue Kalle. "Sie sind 2002 von einer ausgesetzten Katze geboren worden. Wir konnten das Muttertier sowie den Nachwuchs danach kastrieren, aber die beiden Kater leben seitdem draußen", berichtet Almut Grytzmann-Meister. Nun sind die beiden etwas in die Jahre gekommen und würden auf ihre alten Tage gerne ein wenig mehr Fürsorge genießen. "Optimal wäre ein eingezäunter Garten, wo wir ihre Katzenhäuser aufstellen können und von wo aus sie ihre neue Familie erst einmal kennenlernen könnten", sagt Eichenauer. Beide lassen sich problemlos von ihren "Futter-Frauen" streicheln und lieben es, um die Beine zu streichen. Weil auch sie ihr ganzes Leben zusammen verbracht haben, möchte der BUND die beiden nicht trennen. "Wir sind uns sicher, dass sie mit Begeisterung einen warmen Innenplatz mit Freigang annehmen werden, wenn sie erst einmal verstanden haben, das innen sein nicht eingesperrt sein heißt", ist sich Grytzmann-Meister sicher. Aktuell versorgt die BUND Tierschutzgruppe rund 40 freilebende Katzen im Kreis Viersen, wobei sie sich auch um die Kastration der Tiere kümmert. Alles läuft dabei über Ehrenamt und Spenden. "Viele von ihnen sind sehr zahm und würden gerne ein richtiges Zuhause haben", sagt Sick.

Der BUND ist daher generell auch auf der Suche nach Pflegestellen für die Katzen. Wer sich für Flusi oder einen der beiden Doppelpacks interessiert, kann sich an Eichenauer, Telefon 0157 561 39 727, wenden. Wer eine Pflegestelle werden, die Tierschutzgruppe unterstützen oder Futter spenden möchte, kann sich ebenfalls an Eichenauer wenden.

Quelle: RP
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