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Stadt Kempen
Förderverein sagt Hallenturnier ab: "Wir hatten mal eine guten Ruf"

Seit 20 Jahren unterstützt der Förderverein SV Thomasstadt Kempen 1994 e.V. die Fußballsenioren des Vereins. Für die Verantwortlichen um Franz-Josef Schmitz (1. Vorsitzender) und Heinrich Pink (Kassierer) ist eine Zusammenarbeit mit dem Vorstand nicht mehr möglich. "Die aktuelle Situation ist unerträglich. Wir haben kein Vertrauen mehr in diese Personen", sagte Schmitz. Auch die Umstände, die zu der negativen sportliche Entwicklung der 1. Mannschaft in der Kreisliga A führten, will der Förderverein nicht mittragen. Als erste Konsequenz sagte Schmitz am Donnerstag das 31. Hallenturnier um den Sparkassencup, bei dem am 27. Dezember in der Ludwig-Jahn-Halle auch der Kempener Stadtmeister ermittelt werden sollte, ab. Der Vorstand will das Turnier nun in Eigenregie durchführen.

Der Förderverein arbeitete viele Jahre eng mit dem Fußballobmann zusammen. "Wenn finanzielle Hilfe notwendig war, sind wir sofort tätig geworden", sagte Pink. Zuletzt wurden vom Förderverein die beiden überdachten Spielerbänke auf dem Kunstrasenplatz für insgesamt 4000 Euro bezahlt. Auch mit den Einnahmen aus dem Stadionheft, das vom Förderverein kommt, werden die Fußballer unterstützt. Beim jüngsten Heimspiel der 1. Mannschaft gegen Viktoria Krefeld wurde das Heft am Sportplatz nicht verteilt. Schmitz hatte in seinem Vorwort appelliert, dass endlich Ruhe einkehren müsse und das Team um Markus Haeßl Gesprächsbereitschaft signalisiert habe.

Schmitz und Pink wollen den Förderverein noch nicht auflösen, sondern zunächst ruhen lassen. "Wir hoffen, dass es Neuwahlen gibt: Der SV Thomasstadt hatte mal einen guten Ruf. Davon ist nichts mehr übrig geblieben."

(hgs)
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