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Kreis Viersen
Gewerkschaft will mehr Kontrollen im Reinigungsgewerbe

Kreis Viersen. Unsaubere Praktiken im Fokus: Der Zoll soll die Reinigungsbranche in Krefeld und im Kreis Viersen stärker in den Blick nehmen. Das fordert die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU). Nach Angaben der Gebäudereiniger-Gewerkschaft überprüfte die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) beim Hauptzollamt Krefeld im vergangenen Jahr 26 Reinigungsfirmen. Das Gewerbe machte 2016 damit lediglich 4,2 Prozent aller Arbeitgeber-Kontrollen im Bereich des Krefelder Zolls aus. "Das ist eindeutig zu wenig", kritisiert Doris Jetten.

Nach Einschätzung der IG Bau Bezirksvorsitzenden liegt nicht nur im Baugewerbe, sondern auch in der Reinigung noch immer "vieles im Argen": Lohn-Prellerei, Steuerhinterziehung oder nicht gezahlte Sozialabgaben seien in der Region alles andere als eine Seltenheit, so die IG BAU. Das bestätige die aktuelle Bilanz des Hauptzollamtes: Demnach leitete die FKS im letzten Jahr 169 Ermittlungsverfahren in der Gebäudereinigung ein. Jetten: "Bei nur 26 geprüften Betrieben ist das eine ziemlich hohe Quote.

" Den Beamten sei dabei kein Vorwurf zu machen, betont die Gewerkschafterin: "Die Kontrolleure leisten eine enorm wichtige Arbeit. Es sind jedoch schlicht zu wenige." 125 Mitarbeiter zählte die Krefelder FKS nach IG BAU-Informationen Ende letzten Jahres. "Ohne eine kräftige Aufstockung kommen die Prüfer ihren Aufgaben nicht hinterher", sagt Jetten. Fehlende Kontrollen verstünden Wirtschaftskriminelle regelrecht als Einladung, Recht und Gesetz zu umgehen.

Quelle: RP
 
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