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Stadt Kempen
In der Ferienspaß-Werkstatt wird eifrig gebastelt

Stadt Kempen. Bürgermeister Volker Rübo und Jugend-Dezernent Michael Klee besuchten gestern die Kinderbetreuung. Von Silvia Ruf-Stanley

So schnell kann eine Weltreise gehen. Der Ferienspaß auf dem Sportgelände an der Berliner Allee ist schon fast zur Hälfte vorbei. Grund genug, dass Bürgermeister Volker Rübo und Dezernent Michael Klee den Kindern gestern einen Besuch abstatteten. Am Bauplatz bestaunten die beiden Besucher die ersten schon fertigen Bauten.

Da sich die Ferienspaßmacher passend zum Motto "In 30 Tagen um die Welt" vorgenommen haben, in jeder Woche einen Kontinent zum Thema zu machen, stehen schon die zwei Häuser für Europa und Nordamerika. Am dritten, einem Stelzenbau für Südamerika wurde gestern noch fleißig geschmirgelt. Der neunjährige Stefan war da mit am Werk. Richtig Spaß hatte er dabei. Er ist schon zum dritten Mal beim Ferienspaß, erzählte er. Sein Bruder Mark (11) kam direkt angelaufen und schaute zu.

Das Haus war morgens erst fertig geworden, wie Otto Birkmann und Hubert Zens, die ehrenamtlichen Bauleiter, berichteten. In der Werkstatt suchten die Kinder schon Farben für den Anstrich. Rübo und Klee kamen schnell ins Fachsimpeln mit den Kindern, die überall hämmerten und malten. "Ihr werdet ja jedes Jahr professioneller", staunte der Bürgermeister. Eva Mauermann und Jonas Spynzik, die sonst bei der offenen Ganztagsschule mitarbeiten, sind ebenfalls in der Werkstatt bei den Kindern. Und ganz wichtig, so Sandra Müller vom Jugendamt übereinstimmend mit den Helfern in der Werkstatt, ist die Unterstützung durch den Baubetriebshof und die Hausmeister der Schulen. Schließlich gibt es immer wieder Material zu transportieren.

Neu in diesem Jahr ist eine besonders gute Idee: Alle sechs Häuser, die bis zum Ende der Ferienaktion entstehen, werden am Freitag, 7. August, um 13.30 Uhr für einen guten Zweck versteigert. Schon machten Vorschläge die Runde, wofür man die Häuser nutzen könne. Das Stelzenhaus könnte ja als Hühnerhaus oder Kaninchenstall dienen, das Fachwerkhaus und das Indianerzelt als Spielhaus einen Garten schmücken. In das Fachwerkhaus passen jede Menge Kinder, wie Klee feststellte.

Gestern waren 117 Kinder auf dem Gelände beschäftigt. Im großen Zelt malten einige Mädchen Flaggen der Länder von den verschiedenen Kontinenten. In einer anderen Ecke wurde gebastelt. Draußen ließen sich die Fußballspieler auch von der Sonne nicht aufhalten. Da gab es im Eifer des Gefechts auch schon mal Schimpfwörter. Dies ließ Betreuer Timo Wedershoven allerdings nicht zu. Sofort musste man sich beieinander entschuldigen. Auch das gehört zu den Aufgaben der Betreuer, erzählte Jugendpfleger Andre Fitzner. Auch Trost ist öfters gefragt - sei es wegen eines ausgeschlagenen Knies oder weil irgendwas beim Basteln nicht klappt. Aber glücklicherweise ist bisher noch nichts wirklich Schlimmes passiert, so Fitzner und hofft, dass das so bleibt.

Am Mittwoch, dem üblichen Ausflugstag, ging es nach Schloss Beck. Das wäre toll gewesen, sagte gleich eine ganze Gruppe von Mädchen. Mark dagegen hat die Inliner-Tour vor zwei Jahren am besten gefallen. So was möchte er noch mal machen. Gestern gab es nur eine kurze Runde auf den Feldwegen hinter dem Sportgelände. Heute morgen wird die Stadtbibliothek besucht.

Auch für die nächsten Wochen sind wieder Ausflüge und Spielaktionen geplant. Und die Häuser müssen ja auch noch fertig werden. Langweilig wird es beim Ferienspaß auf jeden Fall nicht.

Quelle: RP
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