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Gemeinde Grefrath
Lommetz drängt auf schnelle Fusion

Gemeinde Grefrath. In einem Flugblatt appelliert der Bürgermeister an den SV Grefrath, auf den Namenvorschlag der Vinkrather einzugehen. Der lautet Spiel- und Sportverein Grefrath. Am Freitag findet eine Versammlung zu diesem Thema statt. Von Manfred Baum

Erst hing es im Aushangkasten des SV Grefrath am Marktplatz, dann wurde es entfernt, doch es kursierte weiter. Die Rede ist vom Flugblatt des Ehrenvorsitzenden des SV Grefrath, Bürgermeister Manfred Lommetz, der den Verantwortlichen des SV Grefrath unterstellt, die Unwahrheit zu sagen. Lommetz hat sich als Bürgermeister mit ganzer Tatkraft dafür eingesetzt, dass im Sportpark Heidefeld der Ascheplatz in einen Kunstrasenplatz umgewandelt wird. Es fand sich eine sehr kostengünstige Lösung. Voraussetzung dafür war, den von der Gemeinde gepachteten Sportplatz Vinkrath aufzugeben und die Fusion zwischen den Vereinen SuS Vinkrath und dem SV Grefrath zu vollziehen.

Der Platz in Vinkrath existiert nicht mehr, die Vinkrather Fußballer spielen in Grefrath. Die Fusionsverhandlungen verliefen vernünftig, bis die Vertretung des SV Grefrath plötzlich kund tat, es komme als neuer Name nur SV Grefrath 1910 / 1924 in Betracht. Lommetz schreibt: "Vermutlich wollte der Vorstand, der diese Fusion in Wirklichkeit gar nicht will, diese scheitern lassen, indem er Vinkrath einen unannehmbaren Namen vorschlug." Lommetz selbst wollte durch eine Unterschriftenliste einer außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen, doch der Vorstand ist mit der Einladung zur Versammlung am kommenden Freitag ihm zuvorgekommen.

Zwischenzeitlich ist es so, dass SuS Vinkrath den Namenswunsche SSV Grefrath 1910/1924 hat. Diesen Wunsch haben die Grün-Weißen aus Vinkrath Lommetz schriftlich mitgeteilt. Der sagt: "Ich halte dies für einen äußerst seriösen Vorschlag, wobei zu berücksichtigen ist, dass Vinkrath auf seinen Namen verzichtet."

Lommetz bezieht auch Stellung zu den Vereinsfarben: Als Kompromiss kommt nach seiner Auffassung nur Blau-Weiß-Grün in Betracht. Lommetz sagt weiter: "Ohne SuS Vinkrath hätte es in Grefrath niemals den Kunstrasenplatz gegeben." Die Gemeinde hätte nämlich auch den Sportplatz Vinkrath noch weitere zehn Jahre pachten können. Lommetz sieht jetzt die Blau-Weißen aus Grefrath am Zug.

Es sei der ausdrückliche Wunsch der Gemeinde als Eigentümer der Platzanlage, sie nur an einen einzigen gemeinsamen Verein zu verpachten. Lommetz wird noch deutlicher in seinem "Aufruf an die anständigen Mitglieder des SV Grefrath" und bringt zum Ausdruck: "Sollte eine Fusion nicht eintreten, wird der SV Grefrath viele Annehmlichkeiten eines selbstverwalteten Platzes aufgeben müssen. Die Gemeinde Grefrath würde dann den Platzwart wieder stellen." Für Spannung ist in der Versammlung am Freitag somit gesorgt.

Quelle: RP
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