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Gemeinde Grefrath
Triumphmarsch für die Kinderprinzen

Gemeinde Grefrath. In Sachen Narretei haben in Vinkrath die Kinder das Sagen. Das Zelt war sehr gut gefüllt. Von Manfred Baum

Mit einer gelungenen närrischen Sitzung mit zahlreichen eigenen Kräften begann im sehr gut beheizten Zelt auf dem Gelände der früheren Schleuderschule im Rütersend die heiße Phase des Vinkrather Kinderkarnevals. Das Wetter hatte vor dem Zelt seine Spuren hinterlassen: Matsch. Ein wenig "springen" musste man schon, um halbwegs trockenen Fußes ins Zelt zu gelangen. Dort war die Stimmung schon sehr früh bestens.

Die Kostüme der Besucher wussten durchaus zu gefallen. Da fehlten weder die römischen Krieger noch Wunschkäfer, Rotkäppchen (ohne Wolf), Indianer und Piraten. Selbst die Flower-Power-Zeit erlebte eine Renaissance, Woodstock ließ grüßen. Das Motto war Programm am Samstag. Es lautet: "Die Bööscher außer Rand und Band, die Kenger haben die Oberhand." Das wurde rasch klar, als das Bööscher Kinderprinzenpaar (Niklas Theis und Emily Optendrenk) in Blau und Weiß unter ganz viel Beifall und Helau-Rufen und umjubelt von der bunt kostümierten Narrenschar ins Narrenzelt einzog. Viele kleine und große Ritter in herrlichen Uniformen und Kostümen folgten dem Prinzenpaar. Der Einzug wurde für das junge Paar zu einem Triumphmarsch. Ein erster richtiger Knaller waren die jungen KFD-Frauen in Tracht aus dem Bayernland, Blumen werfend und beim Publikum bestens ankommend. Sie hatten sich rasch in die Herzen der Besucher getanzt, richtig fetzig und feurig mit toller Choreographie. Ohne Zugabe durften sie die Bühne nicht verlassen. Richtig sportlich, aber auch tänzerisch überzeugend war die junge Tanzgruppe "Die swingenden Landeier". Ihre Ringelsocken in Blau und Weiß waren ein wahrer Farbtupfer an diesem Abend.

Schon früh sang die närrische Zeltgemeinde: "Ja, wenn da Trömmelke jeht". Die Stimmung war nicht zuletzt dank des jungen Publikums schon früh einfach super. Als erste war "Carmen von der Kö" in die Bütt gestiegen. Sie bezeichnete sich selbst als "schönste Frau im Saal." Vielleicht war sie das. Sicher war aber ebenso, dass sie den ausgeprägtesten Hintern des Abends hatte. Dieser erlebte jedoch nach ihrem Auftritt eine wundersame Verschlankung. Chantal und Jaqueline plauderten, was die Stimmbänder und Kehlen hergaben. Sie hatten es nicht einfach, denn mit zunehmender Dauer der abwechslungsreichen Sitzung wurde die Stimmung hörbar lauter. Viel zu erzählen hatten die Tratschtanten. Die WC-Dancegirls hatten das Publikum rasch für sich gewonnen. Die Tanzmariechen der Feuerwehr kamen zu vorgerückter Stunde betens an. Samstag geht es weiter mit einem Kostümball, am Sonntag mit der Kindersitzung und am Rosenmontag mit dem großen Rosenmontagszug und der abschließenden Party im Zelt.

Quelle: RP
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