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Stadt Kempen
Volkstrauertag: Frieden ist etwas Zerbrechliches

Stadt Kempen. Zehn Millionen Tote im Ersten Weltkrieg, 55 Millionen Tote im Zweiten Weltkrieg - an diese Zahlen erinnerte Renate Wehner in ihrer Gedenkansprache anlässlich der Gedenkfeier des Volkstrauertages in der Pfarrkirche St. Hubert. "Krieg zerstört die Menschen. Wer Gewalt ausübt oder ihr ausgesetzt wird, wird ein anderer", mahnte die Pfarrerin der evangelischen Kirchengemeinde St. Hubert/Tönisberg mit Blick auf die Menschen, die vor den Kriegen in ihrem Heimatland in Deutschland Asyl suchen. Sie appellierte daran, Mitgefühl und Empathie nicht zu verlieren. Frieden sei etwas Zerbrechliches, und daher bat Wehner um Herzen voller Zuversicht, Hoffnung und Liebe. Das Thema Frieden und Menschlichkeit nahmen auch die Schüler des Thomaeums und des LvD auf. Die Oberstufenschülerin Beléne trug einen Text von Arthur Schopenhauer vor, dem sich ein weiterer Text von Neuntklässler Maximilian und ein Gedicht der Sechstklässlerin Nastasja anschlossen. Der Musikverein 1898 St. Hubert rahmte die verschiedenen Textpassagen musikalisch.

Bevor es zur eigentlichen Kranzniederlegung am Ehrenmal auf dem Friedhof ging, gedachte Kempens Bürgermeister Volker Rübo der Opfer von Gewalt und Krieg. "Wir gedenken heute auch derer, die bei uns durch Hass und Gewalt gegen Fremde und Schwache Opfer geworden sind. Wir trauern mit allen, die Leid tragen", sagte Rübo.

(tre)
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