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Kevelaer
Der erste Spargel ist da

Kevelaer. Landwirt Heinz Kempkes aus Twisteden hat schon den ersten Spargel gestochen. Bei der Ernte hilft ihm wieder eine Spargelstechmaschine. Weil die die Arbeit leichter macht, rechnet er diesmal mit Helfern aus der Nachbarschaft. Von Anja Settnik

Kann sein, dass Heinz Kempkes nicht mehr lange auf ausländische Saisonarbeitskräfte angewesen ist. Dank seiner Spargelstechmaschine, die er selbst erfunden hat, geht die Arbeit viel schneller und ist körperlich wesentlich leichter geworden. Die ersten paar Stangen, die er in dieser Woche erntete, konnte er noch ohne Hilfe bewältigen. Aber das wird sich schnell ändern: "Ich werde schon am Wochenende so viel Spargel haben, dass ich verkaufen kann. Und dann brauch' ich auch Arbeitskräfte."

Saisonkräfte

Die könnten diesmal, wie es früher üblich war, aus der Nachbarschaft kommen. Kempkes hat morgen einen Termin im Arbeitsamt Goch. "Die zuständige Mitarbeiterin dort hat mir erzählt, dass sich auf mein Stellenangebot hin ungefähr 20 Leute gemeldet haben. Denen werd' ich meine Maschine und das, was sie tun müssen, erst einmal in der Theorie vorstellen." Danach will sie Kempkes zur Probearbeit einladen, und wenn's klappt, ist er froh. "Es genügt mir, wenn ich zwei Teams von je vier Mitarbeitern habe, die einen über den anderen Tag etwa vier Stunden lang arbeiten. Von der Berufsgenossenschaft habe ich inzwischen das Okay, dass die Leute auf der Maschine fahren dürfen." Acht polnische oder rumänische Saisonkräfte hat er in jedem Fall parallel dazu bestellt – wenn der Spargel so weit ist, müssen die Helfer parat stehen. Seine acht Hektar am Gerberweg sind im Vergleich zu den Flächen,die einige Kollegen haben, nicht sehr viel. Aber besonders insoweit, als sein Spargel schon sehr zeitig ans Licht drängt. "Ich habe eine frühe Sorte, aber vor allem liegt es wohl an der sonnigen Lage und meiner speziellen Bearbeitung." So ganz genau will Kempkes mit dem "Trick", den er von seinem Vater übermittelt bekam, nicht rausrücken. Aber aus einem macht er keinen Hehl: "Ich bringe früh im Jahr reichlich Kompost aufs Feld auf. Der ist nicht nur Dünger, sondern vor allem billiger Wärmespender." Auf Heizrohre, wie sie einige Anbieter frühen Spargels nutzen, könne er verzichten.

Nach dem Einsatz seiner Maschine in der Saison 2009, die er für dieses Frühjahr noch einmal verbessert habe, kann Kempkes jetzt feststellen, dass den Spargelpflanzen die ungewohnte Behandlung nicht geschadet hat. Zudem rechnet Kempkes, wie es ihm schon im Vorjahr auffiel, wieder mit weniger Unkraut zwischen den Reihen.

Quelle: RP
 
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