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Kevelaer
KBV verwundert über aufgebockte Heime

Kevelaer. Die Container für Flüchtlinge an der Ladestraße stehen etwas erhöht. Die Partei will wissen, warum. Von Sebastian Latzel

Die KBV hat sich die Wohncontainer der Flüchtlinge an der Ladestraße ganz genau angesehen. In der Nähe des Bahnhofs stehen sechs Container nebeneinander in Reih' und Glied. Wer sich die Häuser genau ansieht, dem fällt auf, dass die ersten direkt auf dem Boden stehen, während hinten Container etwas höher platziert sind. Die Häuser "sitzen" auf Holzbalken, darunter ist Hohlraum.

Das ist auch der KBV aufgefallen, die Fotos von der Situation gemacht und diese mit einem Antrag an die Stadtverwaltung geschickt hat. "Wie das da so aussieht, kann es doch eigentlich nicht im Sinne des Erfinders sein", meint KBV-Fraktions-Chef Günther Krüger. Von einem Fundament könne da nicht die Rede sein. "Wir wollen daher wissen, wie genau die Arbeiten da ausgeschrieben waren und ob eine entsprechende Bauabnahme erfolgt ist." Zudem sei die Frage, ob die Anlage überhaupt frostsicher sei. Daher will die Partei Antworten dazu von der Stadtverwaltung.

Heiner Schraml von der Stadtverwaltung Kevelaer erläutert, dass die Container von der Firma wie verabredet aufgestellt worden seien. "Es handelt sich bei den Containern um Mobilheime mit Rädern. Damit die Einheiten stehen können, wurden die Häuser hochgebockt." Das sei ähnlich wie bei großen Caravan-Häusern auf Campingplätzen. Der Untergrund in dem Bereich sei sehr gut. Daher sei die Standfestigkeit der Container kein Problem. "Der Schotter dort ist absolut fest, gleichzeitig ist der Boden wasserdurchlässig." Die Firma würde diese Container immer in dieser Form aufstellen. "Wir haben uns vorher verschiedene Modelle angeschaut und waren von dieser Lösung angetan", sagt Schraml. Für die Container habe auch gesprochen, dass es schnell gehen musste.

Die Frostsicherheit der Mobilheime sei auf jeden Fall gewährleistet. Sie sollen eigentlich auch keine Dauerlösung sein. Wie lange sie an der Ladestraße stehen bleiben, hänge ganz davon ab, wie sich die Situation bei den Flüchtlingen entwickle. Die Häuser hätten eine Lebensdauer von rund zehn Jahren.

Am Bahnhof stehen sechs Mobilheime. In jedem Container gibt es vier Wohneinheiten, die in der Regel von sechs Personen bewohnt werden.

Dass nicht nur Mobilheime aufgebockt werden, zeigt das Beispiel in Sevelen. Dort gibt es Blockhäuser aus Holz für Flüchtlinge. Auch diese stehen auf Balken etwas erhöht und nicht direkt auf der Erde.

Quelle: RP
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