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Weeze
RAF-Museum feiert sein zehnjähriges Bestehen

Weeze. Als im Juni 2007 das Royal-Air-Force-Museum in Weeze eröffnet wurde, beschränkte sich die Ausstellung auf die ehemalige anglikanische Kirche St. Peter's. Zehn Jahre später ist nicht nur die Kirche auf Laarbruch reicher an Exponaten geworden, sondern auch das frühere Sparkassengebäude, das Außengelände und neuerdings auch das alte Kino Astra und drei Seecontainer. Damit hat das Museum schon mehr erreicht, als es sich damals bei der Eröffnung vorgenommen hatte. Um das und die zehn Jahre Bestehen zu feiern, hatten sich zahlreiche Mitglieder und Interessierte am Samstag am Museum am Weezer Airport versammelt.

Um 11 Uhr begannen die Feierlichkeiten mit dem offiziellen Teil. Bevor jedoch die Reden gehalten wurden, eröffnete der Firefighter-Piper Dietmar Schmitz die Veranstaltung mit seinem Dudelsack. Dann bedankte sich der Vorsitzende Heinz Willi Knechten bei allen, die bei der Entstehung und Fortführung des Museums beteiligt waren. Dazu gehörten natürlich alle Archivare und ehrenamtliche Mitarbeiter, ohne die das RAF-Museum nicht existieren würde. Anschließend sprach der Weezer Bürgermeister Ulrich Francken. Auch er rekonstruierte die vergangenen Jahre von der Eröffnung an über die Anerkennung als gemeinnütziger Verein und die Auszeichnung mit dem Bürgerpreis 2014. Sowohl Francken als auch Knechten betonten, dass der Schwerpunkt des Museums nicht nur auf der Militärtechnik liege, sondern auf den Themen Frieden und Freundschaft. Das Museum soll nämlich auch zeigen, wie aus Weeze und anderen umliegenden Gemeinden und den Besatzern Verbündete wurden. Der Bürgermeister wies noch mal darauf hin, wie essentiell wichtig es sei, sich der Geschichte bewusst zu sein, da sich diese ja leider oft wiederholt. Nur mit einer gewissen historischen Kenntnis lasse sich die Zukunft positiv gestalten.

Die Zukunft des Museums scheint erfreulich auszufallen, wenn man sich die Entwicklung der Ausstellung betrachtet. Ungefähr 3000 Besucher betreten die Gänge des Museums jährlich und sorgen so für zufriedene Gesichter bei den Verantwortlichen. "Aus der Teenagerphase sind wir schon raus, ich hoffe, dass wir irgendwann ähnliche Zahlen erreichen wie andere Vereine", betonte Knechten. Damit waren beispielsweise der Musikverein und das Tambourcorps Weeze gemeint, die beide schon über 100 Jahre bestehen und nach den Reden auftraten. Damit war dann auch der offizielle Teil beendet, anschließend verteilten sich die Besucher auf die Räumlichkeiten, um die Ausstellung zu begutachten. Diese bestand nicht nur aus Gegenständen, sondern auch aus ganzen Strukturen und Anlagen.

Am wichtigsten für das Museum waren aber die Menschen, die es eingerichtet, instand gehalten und für ein Miteinander gesorgt haben, wie beim Jubiläum noch mal deutlich betont wurde. Das Royal-Air-Force-Museum trägt nicht umsonst den Untertitel "Frieden und Freundschaft".

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