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Liam Rundholz
Akrobatische Sprünge auf dem Wasser

Liam Rundholz: Akrobatische Sprünge auf dem Wasser
Es sieht eindrucksvoll aus, wenn Liam Rundholz mit seinem Wakeboard abhebt und mehrere Meter hoch in die Luft segelt. Der 17-Jährige gehört zu den Besten seines Fachs. FOTO: Jeff Jarboe
Kleve. Der 17-jährige Liam Rundholz aus Wachtendonk startet gerade als Wakeboarder ganz groß durch. Was sich hinter dem Sport mit den akrobatischen Sprüngen versteckt und wie er dazu gekommen ist, verriet der Schüler der RP in einem Interview.

Seit wann wakeboardest du, wann hat dich die Faszination gepackt?

Liam Rundholz Ich wakeboarde jetzt schon seit sechs Jahren, ich habe 2010 mit elf Jahren damit angefangen. Ein guter Freund von mir ist schon immer mit seinem Kiteboard an die Wasserskianlage gegangen und hat mich irgendwann mal mitgenommen. Am Anfang hat es bei mir aber nicht so gut geklappt und ich habe mich mit dem Wakeboarden sehr schwer getan. Daraufhin war ich den Sommer öfter mit Freunden zum Spaß am Wasserskisee. Erst das Jahr darauf, als ich das Wakeboarden noch einmal ausprobierte und es dann auch endlich klappte, war ich begeistert und wusste, dass ich das jeden Tag machen will.

Was kann sich ein Laie unter Wakeboarden vorstellen?

Rundholz Wakeboarden kann man sich wie Snowboarden vorstellen, nur ohne den Schnee und auf dem Wasser bei warmen Temperaturen. Man wird dann von einem Seil bei 30 Stundenkilometer übers Wasser gezogen und springt mit diversen Tricks über verschiedene Hindernisse.

Was genau gefällt dir so an dem Sport?

Rundholz Mir gefällt am Wakeboarden einfach, dass ich sehr frei und auf mich allein gestellt bin. Man hat keine offiziellen Trainer, Trainingszeiten oder sonstige Vorschriften. Ich kann das üben, worauf ich gerade Lust habe und so für mich selbst bestimmen, wie weit ich gehe. Man kann gerade durch diese Individualität auch seinen eigenen Style einbringen. Außerdem ist die Wakeboard-Community echt super, cool, lustig und immer hilfsbereit. Wakeboorden wird dadurch zum Lifestyle, es ist mehr als nur ein Sport und ich glaube, dass es gerade das ist, was mich so am Wakeboarden fasziniert.

Muss jemand bestimmte Voraussetzungen erfüllen, um Wakeboarder zu werden oder kann den Sport jeder mal ausprobieren?

Rundholz Wakeboarder werden kann jeder und es ist echt für jeden was, egal ob jung oder alt.

Wie oft trainierst du und kannst du auch in Wachtendonk wakeboarden?

Rundholz Ich trainiere eigentlich täglich, nicht nur auf dem Wakeboard, sondern bin auch im Fitnessstudio, um mich bestens vorzubereiten. In Wachtendonk gibt es an der Blauen Lagune eine super Wakeboardanlage, die mit guten Rails und Kickern ausgestattet ist und auf der man eine Menge Spaß haben kann, egal ob als Anfänger oder Fortgeschrittener.

Was machst du im Moment in Amerika?

Rundholz Ich bin vor zwei Jahren, mit 15, nach Amerika gegangen, um ein Auslandsjahr zu machen. Es hat mir dann so gut hier gefallen, dass ich mich entschieden habe, hier die Highschool zu Ende zu machen.

Was war bisher dein größter Erfolg?

Rundholz Bis jetzt war glaube ich mein größter Erfolg, dass ich diesen Sommer quasi einen neuen Trick erfunden habe. Den hat noch nie jemand zuvor geschafft und einen Trick als allererster Wakeboarder auf der Welt zu schaffen war schon echt ein Hammer-Gefühl und der Moment war unbeschreiblich. Daneben habe ich letztes Jahr den Junior Men Europameistertitel gewonnen, das war bis jetzt auch mein größter Contest-Erfolg.

Was ist dein großes Ziel?

Rundholz Mein Ziel ist eigentlich nur, mich immer weiter zu verbessern und etwas dazuzulernen. Dazu gehört auch, das Wakeboarden immer weiter zu pushen und es bekannter zu machen. Natürlich will ich auch gerne noch den einen oder anderen Titel holen.

Was hast du für die Zukunft geplant?

Rundholz Für meine Zukunft geplant habe ich bis jetzt noch nicht viel. Momentan konzentriere ich mich sehr auf meinen Schulabschluss hier in Amerika, und hoffe, dass ich im Sommer nächsten Jahres mein IB-Diploma (Internationales Abitur) bekomme. Danach möchte ich ein Gap-Year (ein Jahr Auszeit) machen, um natürlich im Wakeboarden Gas zu geben, aber auch, um mehr Erfahrungen zu sammeln in Sachen Jobs, die mich interessieren. Davon erhoffe ich mir, eine bessere Idee davon zu bekommen, was genau ich mal studieren oder generell machen möchte. Denn vom Wakeboarden allein kann man noch nicht wirklich leben, dafür ist der Sport leider noch etwas zu klein.

JULIA LATZEL STELLTE DIE FRAGEN

Quelle: RP
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