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Kleve
Die Geschichte der Gotteshäuser

Kleve: Die Geschichte der Gotteshäuser
Heinz-Willi Kehren möchte Kirchenführer am Niederrhein ausbilden. FOTO: Bischöfliche Pressestelle
Kleve. Erstmals Ausbildung zum ehrenamtlichen Kirchenführer am Niederrhein in der Wasserburg Von Christian Breuer

20 Kirchen in den Kreisen Kleve und Wesel an einem Tag - dieses Programm hat Heinz-Willi Kehren gerade absolviert, um sich als Kursleiter auf die "Ausbildung zur Kirchenführerin / zum Kirchenführer" vorzubereiten. Kehren kommt vom Niederrhein, wurde in Kleve geboren, lebt mittlerweile in Münster. Für den Kurs, der an der der Wasserburg Rindern angeboten wird, hat er seine Heimat neu erkundet.

"Ich habe mir die Kirchen angeschaut um zu sehen, wo man was exemplarisch lernen kann", erklärt der 71-Jährige. Grundsätzlich gelte: "Es gibt keine Kirche, durch die man nicht auch führen kann." Jedes Gotteshaus könne zudem immer wieder neu entdeckt werden. "Ich mache gerne Abendführungen, dann beleuchte ich gezielt besondere Fenster, die vorher so noch nie jemand gesehen hat", sagt Kehren. Vom Glauben und der Glaubensgeschichte erzähle außerdem der jeweilige Baustil einer Kirche. "Viele Menschen die denken, dass sie eine Kirche bereits kennen, wundern sich, was es noch alles zu entdecken gibt und was sie nicht wussten", erzählt Kehren lachend. Daher sei eine der wichtigsten Voraussetzungen, die angehende Kirchenführer mitbringen müssen, der Mut zur Neugierde. "Wir lernen Kirchen entdecken", verspricht Kehren, der das Seminar gemeinsam mit Birgit van den Boom leiten wird. Die Stadt- und Kirchenführerin aus Kleve hat, gemeinsam mit anderen Kollegen, bereits gelernt, wie man Kirchen entdeckt und dann durch sie führen kann. Aus dem ersten Angebot, das sich speziell an Stadtführer gerichtet hatte, ist das nun angebotene Seminar hervorgegangen. Für die Ausbildung hat Kehren eine Kirche besonders ins Auge gefasst. "Wenn man in Keeken beginnt, dann braucht man eigentlich keine andere Kirche mehr zu sehen", sagt er und lacht, "das ist unglaublich vielfältig, was es dort zu entdecken gibt."

Das Gotteshaus in Keeken: Blick in den Chorraum des dreischiffigen gotischen Baus, der aus dem 15. Jahrhundert stammt FOTO: .

Sechs Termine - jeweils donnerstags ab 15 Uhr und den ganzen Freitag - umfasst das Seminar, beginnend am 11. August, endend am 11. November. Jeder Teilnehmer soll, so ist es geplant, eine Kirche erkunden, dort Fotos machen und sie dann vorstellen. Auch Exkursionen stehen auf dem Programm. Dabei gehe es gar nicht in erster Linie darum, Jahreszahlen auswendig zu lernen sondern vielmehr, die Sprache einer Kirche zu verstehen. "Vieles in Kirchenräumen spricht uns nicht zuerst über den Verstand, sondern über Sinne an. Kirchenführer sind lebendige ,Schlüssel' zu Kirchenräumen, ihrer Ausstattung und ihren Geschichten", sagt Kehren. Zahlensymbolik und Farbenlehre spielen daher in den Kursen eine Rolle, dazu Didaktik, Methodik und Rhetorik, um den angehenden Führern das notwendige Handwerkszeug mitzugeben. Das, was sie an den exemplarisch ausgewählten Kirchen und Kapellen lernen, sollen sie dann auch auf ihre Heimatkirche anwenden können, um dort künftig Besuchergruppen führen zu können. Offen sollten Kirchenführer sein, sagt Kehren, gute Lebenserfahrung haben und bereit sein, Zeit zu investieren. Die Teilnahme kostet inklusive Übernachtung und Verpflegung 545 Euro. Weitere Infos gibt es bei der Wasserburg Rindern, Tel. 02821 7321715 oder unter www.wasserburg-rindern.de im Internet.

Quelle: RP
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