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Kleve
Gaststätte soll in den Klever Bahnhof

Kleve: Gaststätte soll in den Klever Bahnhof
Steht vor dem Verkauf: Das alte Bahnhofsgebäude in der Kreisstadt Kleve. FOTO: Gottfried Evers
Kleve. Das alte Klever Bahnhofsgebäude soll verkauft werden. Anwohner gegen Zweigeschossigkeit an der Nassauerallee. Politik gegen einen Raiffeisenplatz am neuen Klever Volksbank-Gebäude Von Matthias Grass

Die Empfehlung zum Verkauf des Klever Bahnhofgebäudes ist ausgesprochen. Das teilte gestern Abend Kleves Technischer Beigeordneter Jürgen Rauer den Mitgliedern des Bauausschusses, der im Interims-Rathaus tagte, mit. Wie die RP am Rande der Sitzung erfuhr, soll ein Investor aus der Region in dem Gebäude eine Gastwirtschaft einrichten, in der vielleicht, so hieß es gestern, auch eigenes Bier gebraut werden könnte.

Heute sollen die Details über die künftige Entwicklung des denkmalgeschützten Gebäudes aus dem 19. Jahrhundert von der Bahnentwicklungsgesellschaft vorgestellt werden, die das Verfahren rund um den Klever Bahnhof organisiert hat.

Mit einer neuen Gaststätte können Fahrgäste - so wie von vielen erhofft - geschützt in dem denkmalwerten alten Bahnhof auf ihren Zug warten. Die Nebengebäude werden abgerissen. Für den Fahrkartenverkauf und einen Kiosk wird ein neuer Stahl-Glas-Bau neben dem Bahnhof errichtet, erklärte Rauer. Außerdem soll es Unterstellmöglichkeiten für Fahrräder geben. Das alte Bahnhofsgebäude solle äußerlich unverändert bleiben.

Gegen die geplante Bebauung der Nassauerallee mit zweigeschossigen Häusern haben sich 33 Anwohner ausgesprochen: Es gebe keinen Grund, den Bebauungsplan entsprechend zu ändern, man solle den Ist-Zustand einhalten, formulieren sie in einem Schreiben an die Stadt. Tatsächlich hatte auch die Stadt jahrzehntelang auf die eingeschossige Bebauung entlang der Nassauerallee bis zur ehemaligen Landeszentralbank gepocht. Wegen der Anwohnerbedenken kann die Stadt erst zum Hauptausschuss eine neue Drucksache zu dieser Bebauungsplanänderung vorlegen.

Gegen das Vorhaben des Kreises Kleve, hinter dem Gesundheitsamt bauen zu dürfen, gab es keine Einwände. An diesem Abschnitt der Nassauerallee/ Schlussgasse sei sogar eine dreigeschossige Bebauungs möglich, sagte Jürgen Rauer. Keine Bedenken gab es seitens der Politik, es gab eine einstimmige Empfehlung.

Bedenken hatten alle Parteien, auf den Namen der weggefallenen Werftstraße zu verzichten. Hier möchte die Volksbank ihr Grundstück zwischen dem neuen Bankgebäude und dem Kanal in "Raiffeisenplatz" umbenennen. "Wenn wir dies zulassen, öffnen wir allen möglichen und unmöglichen Namenswünschen Tür und Tor", mahnte Wiltrud Schnütgen (Grüne). Die Fraktionen werden beraten.

Quelle: RP
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