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Kleve
Kumbrink: "Wir dürfen Sport nicht einschränken"

Kleve. Die Erweiterung des Wohngebiets direkt neben einer Sportstätte will die Klever SPD nicht mittragen: "Wir schränken den Sport doch ein, wenn wir am Hellingsbüschchen Einfamilienhäuser genehmigen und daneben ein Sportzentrum entwickeln wollen", sagt Michael Kumbrink, Sprecher der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Kleve und Vorsitzender des Sportausschusses. Er verstehe die Eile nicht, die die CDU hier so plötzlich an den Tag lege. "Ohne Not verbauen wir uns mit diesem Wohngebiet die Option zur Weiterentwicklung der Sportstätte", sagt der SPD-Sprecher. Von Matthias Grass

Bei Siegfried Materborn hingegen hätten die Christdemokraten kürzlich Bedenken gegen eine Baufläche in einem Mischgebiet geäußert. "Dabei hätte man dort an der Siegfried-Kampfbahn die Möglichkeit, sich in andere Richtungen weiterzuentwickeln. Das haben wir am Gustav-Hoffmann-Stadion aber nicht", sagt Kumbrink. Auch sei im Bereich Hoffmann-Stadion und der angrenzenden Klimaschutzsiedlung die Parkplatzfrage immer noch angespannt. "Wir sollten dieses Gebiet in Ruhe entwickeln und die Fläche zwischen Hellingsbüschchen und Lindenallee als Reserve im Hintergrund haben", sagt er.

Heute wird der Rat, der um 17 Uhr im Rathaus tagt, über den Bebauungsplan Hellingsbüschchen, Stadionstraße, Lindenallee, Bresserbergstraße diskutieren. Der Hauptausschuss hatte gegen die Stimmen der SPD mit Mehrheit die erneute Offenlage des Bebauungsplanes empfohlen. Der sieht vor, ein Baugebiet mit acht Grundstücken für Einzelhäuser (so Kleves Technischer Beigeordneter Jürgen Rauer) zu erschließen, das von der Lindenallee aus angefahren wird.

Später, wenn die Stadt dazu ein weiteres, schmales Grundstück bekäme, könne man diese Erschließung zum Hellingsbüschchen durchstechen, so Rauer. "Wir haben also nicht mal die Option einer endgültigen Erschließung für dieses Gebiet", sagt Kumbrink. Ganz abgesehen davon, dass mögliche Bewohner dieses reinen Wohngebietes gegen die Sportstätte, die dort als Zentrum für Leichtathletik entwickelt werde, wegen Lärms klagen könnten. Hier führt die SPD ins Feld, dass man das Lärm-Gutachten des Kreises Kleve abwarten müsse, bevor man beschließe.

Statt sich um ein Wohngebiet zu mühen, solle man doch besser zügig die Sporthalle für VfL Merkur in Angriff nehmen.

Quelle: RP
 
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