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Norbert Verweyen
Neuerkrankungen bei Hautkrebs nehmen stark zu

Norbert Verweyen: Neuerkrankungen bei Hautkrebs nehmen stark zu
Norbert Verweyen, Regionalleiter der KKH,. FOTO: Gottfried Evers
Kleve. Eine braune Haut wird mit Attraktivität, Fitness und Wohlbefinden assoziiert. Die Folge ist der Wunsch nach Bräune um jeden Preis - oft mit weit reichenden Folgen. Norbert Verweyen, Regionalleiter der KKH, ist an Hautkrebs erkrankt. Er warnt vor den Gefahren und lädt ein zu einem Vortrag am Dienstag in Kleve.

Ist Hautkrebs auf dem Vormarsch?

Norbert Verweyen Das kann man so sagen. Die neuesten Zahlen, die mir vorliegen, sind aus dem Jahr 2012. Da waren mehr als 1,5 Millionen Menschen in Deutschland an Hautkrebs erkrankt - davon 318.000 mit einem bösartigen Melanom. Damals waren in einem Jahr 264.000 Neuerkrankungen zu verzeichnen. Die Zahl der bösartigen Neubildungen der Haut ist seit 2005 um 60 Prozent gestiegen.

Sie sind selbst an Hautkrebs erkrankt. Wie ist die Krankheit bei Ihnen verlaufen?

Verweyen Im Jahr 2013 habe ich eine kleine Verdickung am Bein festgestellt. Die stellte sich als bösartiger Tumor heraus. Das Melanom wurde bei einer OP herausgeschnitten. Leider war die Sache damit nicht erledigt. Im Verlauf der nächsten Jahre haben sich immer wieder bösartige Metastasen gebildet, und es wurden neue Operationen nötig. Auch heute kann ich noch nicht behaupten, dass ich den Hautkrebs besiegt habe. Zurzeit unterziehe ich mich einer Strahlentherapie.

Wissen Sie, weshalb der Hautkrebs bei Ihnen entstanden ist?

Verweyen Das kann ich nicht mit Bestimmtheit sagen. Ich war nie ein großer Sonnenanbeter, habe meine Haut immer geschützt. Ich vermute, jede Krankheit ist ein Aufschrei einer in Disharmonie geratenen Seele. Belegen kann ich das aber nicht.

Welche Vorsorgemaßnahmen empfehlen Sie?

Verweyen Der wichtigste Rat ist sicherlich, sich nicht ungeschützt in der Sonne aufzuhalten. Gerade in der Mittagszeit von 11 bis 15 Uhr sind die Sonnenstrahlen sehr intensiv. Außerdem ist es wichtig, regelmäßig beim Arzt ein Hautkrebs-Screening durchführen zu lassen. Gesetzlich Krankenversicherte ab 35 Jahren haben alle zwei Jahre einen Anspruch auf eine solche Früherkennungsuntersuchung. Im Rahmen von Mehrleistung wird das Screening aber auch in jüngeren Jahren erstattet.

Am Dienstag werden Sie sich einen spannenden Vortrag anhören . . .

Verweyen Richtig. Der Lions Club Kleve-Kalkar, dem ich als Mitglied angehöre, hat Prof. Dr. H.J. Schulze eingeladen. Der Leiter des Hauttumorzentrums der Fachklinik Hornheide in Münster wird ab 19.30 Uhr im Hörsaal 1 einen kostenlosen, auch für Laien verständlichen Vortrag über die Risiken der Hautkrebsentstehung halten. Diesen Vortrag kann ich jedem nur ans Herz legen.

DIE FRAGEN STELLTE MARC CATTELAENS

Quelle: RP
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