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Kreis Kleve
Preise für ausgezeichnete Schülerzeitungen

Kreis Kleve. Lob von NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann und Geld für die Redaktionskasse - das erhielten gestern die Sieger des Schülerzeitungswettbewerbs des Rheinischen Sparkassen- und Giroverbands. Von Holger Hintzen

Die Lebensgeschichte eines Obdachlosen, Hippies anno 2016, Flüchtlinge und Dügida-Bewegung - das alles hat die Redaktion von "SUSpekt" in ein Heft gepackt. Das breite Themenspektrum hat die Jury im Schülerzeitungswettbewerb des Rheinischen Sparkassen- und Giroverbands (RSGV) begeistert. So sehr, dass sie "SUSpekt" aus der Feder von Fünft- bis Zwölftklässlern des Düsseldorfer St.-Ursula-Gymnasiums zur besten Schülerzeitung weit und breit kürten. Den mit 2000 Euro dotierten Preis empfingen die Blattmacher gestern im Konferenzzentrum der Rheinischen Post. Dorthin waren nicht nur weitere ausgezeichnete Schüler-Redaktionen gekommen. NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann, RSGV-Präsident Michael Breuer und RP-Chefredakteur Michael Bröcker überreichten den Gewinner-Teams Urkunden und Preise.

Angetreten zu dem Wettstreit der Nachwuchsjournalisten waren gut 120 Redaktionen mit ihren Blättern und Webseiten. Eine Jury bewertete sie in den Kategorien: Grundschulen, Förderschulen, weiterführende Schulen und Online-Zeitungen. Zu gewinnen waren insgesamt 15 000 Euro, die der RSGV als Ausrichter gestiftet hat.

Die 2000-Euro-Siegprämie wollen die "SUSpekt"-Macher in eine Kamera und ein Layoutprogramm investieren. "Es kostet Mut, seine Stimme zu erheben, sich zu engagieren und zu organisieren", sagt die "SUSpekt"-Redakteurin Sophie Woeste (19). "Aber weil wir das alles alleine machen, macht es auch so viel Spaß." Viel Arbeit macht es aber auch. Und darum, meint Chefredakteur Paul Nachtwey (17), werde es bei nur noch zwölf Schuljahren schwieriger, Mitarbeiter für eine Schülerzeitung zu gewinnen. "Durch G8 ist eigentlich schon jede Minute vollgestopft."

Bei den Grundschulen gewann die "Fliegende Schülerzeitung" der Dormagener Erich-Kästner-Schule den ersten Platz und 700 Euro. Warum sich schon Viertklässler als Journalisten versuchen? Melak (10), die vor drei Jahren mit ihrer Familie aus dem Irak nach Deutschland floh, hat eine überzeugende Antwort: "Weil man so viele neue Dinge kennenlernt." Den fünften Grundschul-Platz und 250 Euro holte sich "Grimmsalasim" aus der Moerser Gebrüder-Grimm-Schule.

Ebenfalls nach Moers - genauer: an das Adolfinum - ging der Sieg in der Kategorie "Online-Zeitungen": "Viewpoint" heißt diese mit 800 Euro prämierte Webseite.

Bei den Förderschulen wurden - ohne eine festgelegte Rangordnung - unter anderem die Schulzeitung der Duisburger Kranichschule und die "Stark-Macher-Zeitung" der LVR Gerrichs-Schule in Düsseldorf belohnt. Sie erhielten jeweils 500 Euro für ihre Leistung.

Im Hauptwettbewerb der weiterführenden Schulen sah die Rangfolge hinter "SUSpekt" so aus: Platz zwei für "Grenzgänger" vom Städtischen Gymnasium Goch (1500 Euro); Platz drei: "Notenfrei" von der Karl Kisters Realschule Kleve (1000 Euro); Platz vier: "GETNews" von der Gesamtschule Emschertal in Duisburg (750 Euro); Platz fünf: "Hackbrett" vom Mercator Gymnasium Duisburg (500 Euro).

Weiterer Ansporn für Jungjournalisten an Schulen soll eine Zusammenarbeit mit der Provinzial Nordwest und dem Landesschulministerium sein: Die Erstplatzierten in den Hauptkategorien der Schülerzeitungswettbewerbe des RSGV und der Provinzial Nordwest sind künftig automatisch für die Teilnahme am Schülerzeitungswettbewerb der Länder nominiert. So erhalten sie die Chance, sich für die Bundesebene zu qualifizieren. Das Ministerium will auf seiner Internetseite auf den Wettstreit hinweisen.

Quelle: RP
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