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Kleve
Sonja Northing gibt Startschuss für e-Radbahn

Kleve: Sonja Northing gibt Startschuss für e-Radbahn
Sonja Northing und Barbara Hendricks (bedie Mitte mit Blumenstrauß) gaben den Startsxchuss für die e-Radbahn. FOTO: Gottfried Evers
Kleve. Der Bau des schnellen Radwegs, der Kleve und Nimwegen verbinden soll, kann beginnen. Bürgermeisterin Sonja Northing gab am Kirmesplatz den Startschuss für die Arbeiten an der grenzüberschreitenden e-Radbahn. Auch Bundesumweltministerin Barbara Hendricks und der Vize-Bürgermeister der Gemeinde Kranenburg, Hans-Ulrich Heiden, waren zugegen. Von Marc Cattelaens

Entlang der stillgelegten Bahntrasse zwischen Kleve und Kranenburg, die zurzeit im Draisinenverkehr touristisch genutzt wird, soll auf einer Länge von etwas mehr als elf Kilometern (davon vier Kilometer Klever Stadtgebiet und 6,5 Kilometer Kranenburg) eine durchgängige E-Rad-Bahn entstehen. Die Strecke soll einen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz, zur Radverkehrsförderung sowie zur nachhaltigen Erschließung der deutsch-niederländischen Grenzregion leisten, so die Klever Stadtverwaltung. Der neue e-Radweg soll auch eine Alternative für Pendler sein, die bisher das Auto genutzt haben. Die E-Rad-Bahn soll an der Oberfläche mit einer Schwarzdecke - das ist ein Gemisch aus Schotter, Splitt oder Sand mit Bindemitteln wie Teer oder Bitumen - versehen werden,

Das Gesamtprojekt mit einer Investitionssumme von 6,52 Millionen Euro wird im Rahmen des Bundeswettbewerbs Klimaschutz im Radverkehr durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit von Barbara Hendricks unterstützt. Für die Strecke hat der Bund seine finanzielle Unterstützung in Höhe von rund 4,3 Millionen Euro (70 Prozent Förderquote) zugesichert. Darüber hinaus fördert das Land Nordrhein-Westfalen mit rund 921.000 Euro den Ausbau der grenzüberschreitenden Radwegverbindung. Für die Kommunen verbleibt ein Eigenanteil von rund 1,3 Millionen Euro.

Es gibt jedoch auch kritische Stimmen zum e-Radweg: Karl-Heinz Burmeister vom Naturschutzbund BUND mahnte jüngst: "Die neue Landesregierung sieht dem Vernehmen nach Radschnellwege kritisch. Umso mehr hat das Genehmigungsverfahren nach Recht und Gesetz stattzufinden sowie Kosten und Nutzen abzuwägen - und nicht, welche Stadt einen Preis bekommt."

Quelle: RP
 
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