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Auf der Zielgeraden abgefangen

Lokalsport: Auf der Zielgeraden abgefangen
Gleich drei Gegnerinnen kümmern sich um Uedems Madeleine Ritterbach (rotes Trikot), die in Essen zwei Treffer erzielte. FOTO: Gottfried Evers
Kleve. Handball-Verbandsliga: UTuS holte in Essen Remis. Ein Vier-Tore-Vorsprung kurz vor dem Abpfiff reichte nicht zum Sieg. Von Niko Hegemann

Einen weiteren Punkt im Kampf um den Klassenerhalt holten die Handballerinnen des Uedemer TuS. Bei der SG Überruhr aus Essen gab es ein 16:16. Das Team von Coach Christian Dörr brachte dabei einen Vier-Tore-Vorsprung in der Schlussphase nicht über die Zeit.

Bis auf die verletzten Claudia Lubiewski und Kathrin Schaap standen Dörr alle Spielerinnen zur Verfügung. Außerdem unterstützte Josefa Berns aus der "Zweiten" den Kader in der Partie beim Tabellenneunten, der zuletzt mit starken Vorstellungen aufhorchen ließ. Zudem trat Überruhr nun erstmals in voller Besetzung an. Dementsprechend waren die UTuS-Damen gewarnt und gingen nach der Niederlage gegen Süchteln mit dem Ziel, Wiedergutmachung zu betreiben, hochmotiviert ins Spiel. Dieses war in der Anfangsphase geprägt von starken Abwehrreihen und gut aufgelegten Torhüterinnen auf beiden Seiten. Folgerichtig fiel das erste Tor erst in der 6. Minute, als Svenja Verhülsdonk die gegnerische Keeperin zur Uedemer Führung überwinden konnte.

Dieses Bild setzte sich bis zur Pause fort und keine Mannschaft konnte sich deutlich absetzen. Einen 4:2-Vorsprung der Damen aus der Schüsterkesgemeinde drehten die Gastgeberinnen zu einer 7:5-Pausenführung. "Die erste Hälfte war ein Abnutzungskampf auf beiden Seiten", so Trainer Dörr.

Nach Wiederanpfiff der extrem fair geführten Partie kam dann etwas mehr Schwung in die Partie und das Dörr-Team lag bereits zwei Minuten später wieder mit 8:7 vorne. Diesen konzentrierten Auftritt bestätigten die UTuS-Damen anschließend und sahen dank einer starken Defensive kurz vor Schluss beim Stand von 16:12 bereits wie der sichere Sieger aus. Nach einem Schlussspurt des Heimteams, begünstigt durch technische Fehler der Uedemer, erzielte Simone Breddemann, mit sechs Treffern beste Werferin des Spiels, jedoch per Siebenmeter den 16:16-Ausgleich für ihre Farben.

Beste Werferin beim UTuS war Svenja Verhülsdonk mit vier Toren. "Gegen einen körperlich sehr starken Gegner, dessen Tabellenplatz bisher nicht das eigentliche Potenzial zeigt, haben wir eine starke Leistung gezeigt", zeigte sich Dörr mit der Leistung seines Teams zufrieden: "Auch wenn es sich für einige noch wie eine Niederlage anfühlt, können wir stolz auf die Einstellung und den gezeigten Kampfgeist sein!"

Trotz des gefühlten Punktverlustes können sich die UTuS-Damen weiter von den Abstiegsplätzen entfernen. Mit 7:5-Punkten - einer für einen Aufsteiger durchaus respektable Bilanz - beträgt der Abstand nun schon sieben Zähler auf den TV Issum und die Reserve des TV Walsum-Aldenrade.

Am nächsten Spieltag wartet mit der Zweitvertretung des TV Lobberich erneut ein Gegner auf Augenhöhe, der gegen Haan eine knappe 25:26-Niederlage hinnehmen musste. "Dort wird wieder die Tagesform ausschlaggebend sein", kündigt Dörr eine enge Partie an. Mit dem bisherigen Saisonverlauf ist der Coach zufrieden: "Wir haben bisher fast immer die richtige Einstellung aufs Spielfeld gebracht und einen größeren Abstand nach unten als zu Beginn der Saison erwartet, auf dem wir uns aber nicht ausruhen werden."

UTuS-Damen: Birgit Stevens-Bräuer (Tor), Claudia Gretschel-Thissen- Svenja Verhülsdonk (4 Tore), Gutsche (3/ davon 1 Siebenmeter), Steffi Dörr (3/1), Monika Helmus (2), Madeleine Ritterbach (2), Leonie Verhülsdonk (2), Eva Jacobs, Antje Pastoors, Kathrin Fey, Josefa Berns, Christina Göcke, Mara Kraume

Quelle: RP
 
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