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Lokalsport
FC-Pleite im Scherpenberger Wäldchen

Kleve. Fußball-Landesliga: Im Spitzenspiel des achten Spieltages kassierte der 1. FC Kleve die erste Niederlage in der aktuellen Saison. Die Elf von Trainer Umut Akpinar unterlag beim SV Scherpenberg nach torloser ersten Halbzeit mit 0:3. Von Reinhard Pösel

Acht Spieltage lang wurde der Krug zum Brunnen getragen, bis er zerbrach. Nach sieben Siegen und einem Unentschieden gab es gestern die erste Niederlage des 1. FC Kleve in der aktuellen Saison. Im Scherpenberger Wäldchen verloren die Rot-Blauen mit 0:3 (0:0) gegen den spielstarken Aufsteiger aus dem Moerser Osten. Beide Mannschaften führen jetzt punktgleich die Tabelle der Landesliga an. Aufgrund des besseren Torverhältnisses behauptet der 1. FC Kleve den Platz an der Sonne.

Eine entspannte Stimmung lag gestern Nachmittag über der Platzanlage des SVS. Die intensiven Regenfälle am Tag vorher hatten die Bespielbarkeit der roten Asche nicht beeinträchtigt. Bis auf ein paar zu vernachlässigende feuchte Stellen am Rand des Spielfeldes war der Platz in einem tadellosen Zustand. Davon durften sich auch 600 Zuschauer überzeugen, die sich das Spiel zwischen dem Ersten und Dritten der Liga nicht entgehen lassen wollten.

Den besseren Start in die Begegnung hatte der 1. FC Kleve, dessen Trainer Umut Akpinar trotz der im Vorfeld geäußerten Bedenken auf seine zuletzt aufgebotene Startformation zurückgreifen konnte. Knapp fünf Minuten waren vorüber, da drückte Nedzad Dragovic einen von Fabio Forster hereingegebenen Eckball aus kurzer Distanz auf das Scherpenberger Gehäuse. Doch Keeper Dominik Weigl vereitelte mit einer starken Reaktion die Klever Führung. Scherpenberg indes benötigte eine halbe Stunde, ehe man ein erstes Mal für Gefahr im Klever Strafraum sorgte. Den auf Hari Coric durchgesteckten Ball entschärfte der herausgelaufene FC-Keeper Ahmet Taner. Die übrige Zeit während des ersten Durchgangs war ein durch zahlreiche Zweikämpfe geprägter Abnutzungskampf zwischen beiden Strafräumen.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit gerieten die Klever zunehmend stärker unter Druck. Entlastung gelang den Schwanenstädtern im Wesentlichen nur noch durch Standards. Als Simon Berressen nach einer Stunde am Ball vorbeischlug, kam Almir Sogolj im Klever Strafraum an den Ball. Dessen Schuss klärte FC-Keeper Taner zur Ecke. Die bis dahin bereits leidenschaftlich geführten Zweikämpfe wurden jetzt noch verbissener. 65 Minuten waren vorüber, als Scherpenbergs Sturmführer Sogolj im Klever Strafraumerneut an den Ball kam und anschließend von Taner gefoult wurde. Den von Rechtsverteidiger Meik Kuta flach ins rechte Eck platzierten Elfmeter parierte Taner.

Das Spiel änderte sich dadurch nicht. Scherpenberg blieb am Drücker, Kleve tauchte nur noch sporadisch im gegnerischen Strafraum auf. So war es vier Minuten nach seiner Einwechslung Jan-Luca Geurtz, der nach einem schnell ausgeführten Einwurf, der von Pascal Hühner verlängert wurde, frei auf SVS-Keeper Weigl zulief, mit seinem Schuss aber zu lange wartete (70.). Weitere Gefahr vor dem Scherpenberger Kasten ging durch einen Freistoß von Niklas Klein-Wiele aus. Der darauf folgende Kopfball des mitaufgerückten Sebastian van Brakel verfehlte das Tor nur um Zentimeter (74.).

Im Gegenzug bekam der 1. FC Kleve im eigenen Strafraum keinen Zugriff auf den Ball. Der kurz vorher eingewechselte Semi Hamdi erzielte per Flachschuss ins lange Eck die Scherpenberger Führung (75.). Drei Minuten später erhöhe der ehemalige Klever Max Stellmach auf 2:0 (78.). Der dritte Scherpenberger Treffer zum Ende der regulären Spielzeit ging schließlich auf die Kappe von Tim Haal, dessen Klärungsversuch nach einer weiten Hereingabe von der linken Seite in den eigenen Maschen landete.

Negativer Höhepunkt der vielen irregulär geführten Zweikämpfe war das rot-würdige Revanchefoul von Hamdi gegen Klein-Wiele im Mittelkreis, das nur Gelb nach sich zog und bei dem sich der Klever Mittelfeldspieler womöglich am Knöchel schwerwiegender verletzte.

Quelle: RP
 
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