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Lokalsport
In Hamborn nur nichts liegen lassen

Lokalsport: In Hamborn nur nichts liegen lassen
Die FC-Akteure Mike Terfloth (l.) und Jan-Luca Geurtz hatten in den vergangenen Wochen reichlich Grund zum Jubeln. Bei den abstiegsbedrohten Hamborner Löwen soll zum Abschluss noch ein Sieg her. FOTO: Klaus-Dieter Stade
Kleve. Fußball-Landesliga: Hamborn 07 empfängt 1. FC Kleve auf Kunstrasen (heute, 17 Uhr) / Abschiedsspiel für Löwen-Trainer Armin Dimmel. Von Marten Overesteegen und Peter Janssen

Der 1. FC Kleve gastiert bei den Sportfreunden Hamborn 07, einem weiteren Abstiegskandidaten. Und dort gilt es für Tabellenführer aus der Schwanenstadt erneut zu punkten. Nachdem das letzte Heimspiel vor der Winterpause gegen den SV Schwafheim aufgrund der winterlichen Witterungsverhältnisse abgesagt werden musste, erhofft sich der 1. FC nun drei Punkte gegen Hamborn. Vier Spiele gewannen die Klever nun bereits in Folge; wenn auch vor allem gegen Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte. Ein solcher wartet auch am Wochenende auf die Mannschaft von Umut Akpinar: Hamborn 07 steht aktuell auf dem 14. Tabellenplatz und ist punktgleich mit dem SV Schwafheim. Dennoch dürfte der bisherige Saisonverlauf für die Aufsteiger zufriedenstellend sein. Doch stecken die Duisburger aktuell in einem Tief: In fünf Spielen nacheinander hatten sie bereits das Nachsehen. Zuletzt verlor man auswärts 1:2 gegen DJK Arminia Klosterhardt. Zwischenzeitlich gelang den Sportfreunden zwar eine kleine Serie von drei Siegen gegen direkte Konkurrenten aus Hönnepel-Niedermörmter, Sterkrade und Burgaltendorf. Doch dieses Zwischenhoch ereignete sich im September; mittlerweile ist die Mannschaft von Armin Dimmel wieder in der Tristesse des Abstiegskampfes angekommen. Das sind Tabellenregionen, von den der 1. FC Kleve weit entfernt ist.

Die Rot-Blauen präsentierten sich zuletzt hervorragend: Die Offensive harmonierte variabel und effizient; die Defensive war kaum zu überwinden. So wundert es nicht, dass man nach einem Zwischentief wieder ganz oben angekommen ist: "Wir bleiben dennoch auf dem Boden und werden uns auf jedes Duell weiterhin akribisch vorbereiten", sagt Umut Akpinar.

Das Hinspiel gegen Hamborn gewannen die Schwanenstädter deutlich vor heimischen Publikum mit 4:1. Die Treffer markierten für die Rot-Blauen Janis Altgen, Sebastian van Brackel, Mike Terfloth und Levon Kürkciyan. Der Gegentreffer der Schwarz-Gelben durch Daniel Schäfer brachte den überzeugenden Sieg nicht mehr in Gefahr. Dennoch geht Akpinar nicht von einem Selbstläufer aus: "Der Gegner dürfte tief stehen. Wir müssen auf jeden Fall alles geben." Doch explizit brauchen die Klever keinen Spieler zu fürchten. Top-Torschütze von Hamborn ist David Gehle mit überschaubaren vier Toren. Personell kann der Trainer des 1. FC jedoch nicht aus dem Vollen schöpfen. Marvin Kresimon fällt weiterhin wegen eines Innen- und Außenbandrisses im Sprunggelenk aus. Außerdem wird Tim Haal berufsbedingt ausfallen. "Dennoch habe ich einen sehr guten Eindruck von der Mannschaft. Natürlich wollen wir einen Sieg aus Hamborn mitnehmen", sagt Akpinar. Auffällig beim Aufsteiger ist, dass Hamborn noch nie Unentschieden gespielt hat. Für Kleve dürfte eine ein Remis auch nicht genügen. Ein Sieg im letzten Spiel vor der Winterpause wäre wichtig. So würde Kleve im neuen Jahr als Tabellenführer starten. Erst 2018 wird sich die Mannschaft zum Trainingsauftakt wiedersehen. Wenn alles nach Plan läuft dann mit 42 Punkten auf dem Konto.

Für Hamborns Trainer Armin Dimmel (53) ist die Partie gegen den 1. FC eine besondere, denn es ist seine letzte am Seitenrand. "Nach dem Spiel ist Schluss", sagt Dimmel. Er war zunächst Co-Trainer, hatte den Job von Didi Schacht - wohl auch aus Liebe zum Verein - während der Saison übernommen. Die Liebe war von kurzer Dauer. Nach einer durchwachsenen Punktausbeute, zum Auftakt holte Dimmel jedoch immerhin drei Siege in Serie, entschied man sich Hamborn ab 2018 den 34-jährigen Sportkameraden Michael Pomp als Nachfolger zu installieren. Dimmel nahm es sportlich: "Schade, aber so ist das nun mal. Ich habe hier 15 Jahre gearbeitet und bleibe nicht bei den Löwen."

In das Duell gegen Kleve geht Dimmel unverkrampft und mit reichlich Fußballweisheiten: "Gegen den Tabellenführer kann man nur gewinnen." Die 1:4-Pleite im Hinspiel sei vollkommen in Ordnung gewesen. "Da sind wir blind angerannt und dachten, wir könnten gegen die vorne draufgehen." Sorgen macht er sich für heute keine, denn - Weisheit zwei: "Fußball ist nicht berechenbar." Und noch eine Erkenntnis: Der nächste Gegner ist immer der schwerste. Für Dimmel stimmt das nur noch einmal.

Quelle: RP
 
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