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Kleve
Touren im Schatten der Schwanenburg

Kleve: Touren im Schatten der Schwanenburg
Das Wahrzeichen der Stadt Kleve - die Schwanenburg au s der Luft mit Hilfe einer Drohne aufgenommen. FOTO: Peter Graupner
Kleve. Das Stadt- und Themenführungsprogramm von Kleve Marketing bietet mit 25 verschiedene Führungen ein breites thematisches Spektrum. Neu im Programm: eine Vatertags-Tour für Frauen mit dem Segway. Von Marc Cattelaens

Die reiche Geschichte der Schwanenstadt stößt auf ein großes Interesse: Im vergangenen Jahr nahmen 1200 Menschen am so genannten offenen Stadtführungsrogramm von Kleve Marketing teil. Zusätzlich buchten 300 Gruppen eine der vielfältigen Themenführungen.

Wiltrud Schnütgen ist eine der zwölf Stadtführer/innen und spätestens, seit sie mit ihrem breiten historischen Wissen über die Schwanenstadt maßgeblich dazu beitrug, die Veranstaltung "WDR 2 für eine Stadt" nach Kleve zu holen, einem breiten Publikum bekannt. Sie zieht am liebsten mit Gruppen um die zehn Personen durch die Stadt - möglich sind aber auch Gruppengrößen von bis zu 25 oder Einzelführungen. "Keine Führung ist wie die andere" berichtet Schnütgen aus ihrem Erfahrungsschatz. Manchmal hätten die Teilnehmer so viele Fragen, dass sie kaum zum Erzählen käme. Dann gestaltet sie die Führung spontan um - nach den Wünschen der Teilnehmer. "Es kommt auch vor, dass Leute dabei sind, die meinen, sie wüssten alles besser. Das lässt sich mit Rückfragen meist schnell widerlegen", sagt Schnütgen.

Am vergangenen Sonntag, 3. April, ist das Stadt- und Themenführungsprogramm der Kleve Marketing mit einem Rundgang durch die Innenstadt bereits in die neue Saison (mit Fortsetzungen jeweils am ersten Sonntag im Monat). Eine Woche später geht es weiter mit einer Führung durch die Schwanenburg weiter.

"Wir bieten insgesamt 25 verschiedene Führungen an mehr als 50 Terminen an", erläutert Martina Gellert von Kleve Marketing. "Dazu gehören auch die beliebten Kostümführungen, Bustouren sowie Rundgänge zu geschichtlichen Themen und Gartenführungen".

Zu den Rennern im Programm gehört die Führung "Unterirdisches Kleve" am 29. April. Wiltrud Schnütgen erzählt den Teilnehmer von Stollen, Bunkern und Gängen der Schwanenstadt. "Egal ob Mittelalter, 17. Jahrhundert, Zweiter Weltkrieg - aus allen Epochen gibt es Spuren im Boden der Stadt, auch Gänge und Keller", sagt Schnütgen. Am 20. Mai zeigt Elisabeth Thönnissen Interessierten "Ein Häppchen Kleve". Die Geschichte der Schwanenstadt erklärt Thönnissen anhand kleiner Probierstückchen aus Ur- und Großmutters Zeiten wie Kaffeelikör und "Bollebäuschen".

Auf die "Spuren von Joseph Beuys" begibt sich Stadtführerin Brigitte Alex am 26. Mai. Die Teilnehmer besuchen die Ausstellung "Werklinien" im Museum Kurhaus, fahren mit dem Bus zur Cupido-Säule an der Naussauer Allee und später zum Kranenburger Friedhof, wo das von Beuys geschaffene Grabmal der van der Grintens steht.

Für die beliebte Führung "Die dunkle Seite von Kleve" sowie für die Rundgänge durch die Schwanenburg, die historischen Gartenanlagen und den Friedhof stehen mehrere Termine zur Auswahl. Die Führungen zur Beziehung von Kleve und Preußen (29. Mai), zur Schuhindustrie (26. Juni), zur Entwicklung des Klever Hafens (22. Juli) und zur jüdischen Geschichte (28. August) greifen wichtige Themen der Stadtgeschichte auf.

Im Laufe der Saison können interessierte Besucher auch mit Louise Henriette von Oranien durch das Kleve des 17. Jahrhundert streifen, mit Änneke Schenk über die Schanz laufen, mit Tante Minchen Griethausen kennen lernen oder im Forstgarten heimische Wildkräuter sammeln. Erstmals im Programm ist eine "Vatertagstour für Damen". Mit dem Segway geht es am 5. Mai zum Johanna-Sebus-Denkmal in Wardhausen.

Quelle: RP
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