| 16.52 Uhr

Festnahme in Köln
Mann soll aus Geldnot neun Tankstellen überfallen haben

28-Jähriger soll neun Tankstellen überfallen haben
28-Jähriger soll neun Tankstellen überfallen haben FOTO: Polizei
Köln. Die Kölner Polizei hat mit der Festnahme eines 28-Jährigen in der vergangenen Woche offenbar eine ganze Raubserie geklärt. Der Obdachlose soll mindestens neun Tankstellen überfallen haben.

Die Vorgehensweise des 28 Jahre alten Mannes war nach Erkenntnis der Ermittler immer dieselbe: Er ging seit Januar nachts in Tankstellen in Köln, im Rheinisch Bergischen Kreis und im Rhein-Sieg-Kreis und richtete eine Pistole auf Angestellte und Kunden. In gebrochenem Deutsch oder auf Englisch forderte er die Herausgabe von Bargeld. Bei einem Überfall in Rösrath habe der Mann die Kassiererin mit dem Tod bedroht, sollte sie die Polizei alarmieren.

Seine Beute belief sich immer auf drei- bis vierstellige Beträge. Bereits nach den ersten Taten im Bergischen erkannten die Ermittler Übereinstimmungen bei den Täterbeschreibungen.

Seine Nervosität verriet ihn

Am vergangenen Donnerstag konnte die Polizei den Mann in Köln schnappen: Mit den Worten "Hands up!" und seiner Waffe hatte er die Angestellte einer Tankstelle an der Riehler Straße bedroht und einige Hundert Euro erbeutet.

Bei einer Großfahndung nach dem Überfall fiel den Beamten ein nervös wirkender Mann in einem VW Tiguan am Rheinufer auf. Als sie ihn kontrollierten, gestand er den Überfall. In seinem Hosenbund steckte noch die Gaspistole. Der VW gehört der Frau des Mannes, der zur Zeit obdachlos ist. In der Wohnung, in der er zuletzt gemeldet war, konnten die Ermittler jede Menge Beweise sicherstellen. Der Mann hat im Beisein eines Anwalts ein Teilgeständnis abgelegt. Sein Motiv: Geldnot.

Der 28-Jährige ist bisher strafrechtlich noch nie in Erscheinung getreten. Ein Richter schickte ihn am Freitag in Untersuchungshaft. 

(hsr)
 
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