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Ermittlungen laufen noch
Kölner Seilbahn könnte nach Unfall bald wieder fahren

Seilbahn-Notfall in Köln: Rettung aus luftiger Höhe
Köln. Die Ende Juli 2017 steckengebliebene Kölner Seilbahn über den Rhein könnte schon bald wieder laufen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt aber weiterhin gegen zwei Mitarbeiter der Kölner Verkehrsbetriebe. 

Am 22. März werde zunächst ein Hilfsseil entfernt, das den Notfall über dem Rhein ausgelöst hatte, teilten die Kölner Verkehrsbetriebe (KVB) mit. Dann folge eine Risikoanalyse für einen möglichen Neustart. Ein Ergebnis werde Anfang Juni erwartet.

Die Seilbahn ist seit dem Vorfall am 30. Juli 2017 außer Betrieb. Damals mussten 65 Fahrgäste teilweise stundenlang in den Gondeln ausharren, bis sie von Höhenrettern befreit wurden.

Falls die Bahn wieder fährt, solle in den Kabinen zum Beispiel ein Sprechfunksystem eingebaut werden, über das Fahrgäste direkt mit der Betriebsleitung kommunizieren können, übergangsweise könnten Handys mit Notfallnummern eingesetzt werden, teilten die KVB mit. Die gesamte Seilbahnstrecke soll zukünftig außerdem mit Videokameras überwacht werden.

Die Entscheidung, wann die Seilbahn wieder fahren darf, liegt bei der Kölner Bezirksregierung. Die Genehmigung für "die komplette Inbetriebnahme" sei noch nicht erteilt, sagte ein Sprecher.

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Die Kölner Staatsanwaltschaft ermittelt nach dem Unfall gegen zwei KVB-Mitarbeiter wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Schwebebahnverkehr. "Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen", sagte Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer am Donnerstag. 

 

(hsr/lnw)
 
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