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Korschenbroich
Bürger diskutieren Probleme in Pesch

Korschenbroich: Bürger diskutieren Probleme in Pesch
Die Parkplatzsituation auf der Kleinenbroicher Straße war ein Thema beim Pescher Aschermittwoch des CDU-Ortsverbandes. FOTO: Detlef Ilgner
Korschenbroich. Viele Bewohner ärgern sich über das Parkplatz-Chaos auf der Kleinenbroicher Straße. Der Bürgermeister informierte über den Umbau einer Halle für den Offenen Ganztag der Grundschule und über den Anschluss an das Glasfasernetz. Von Christian Kandzorra

Gut besucht war der "Pescher Aschermittwoch": Mehr als 30 engagierte Bürger waren der Einladung des CDU-Ortsverbandes gefolgt und diskutierten teils leidenschaftlich die Probleme, die sie im Dorf beschäftigen. Eines, das noch immer bei vielen einen Nerv trifft: die Parkplatzsituation auf der Kleinenbroicher Straße. Seit Jahren herrscht auf der Kreisstraße Chaos. Fahrer müssen sich an parkenden Autos vorbeischlängeln und immer wieder in Lücken scheren, um dem Gegenverkehr Platz zu machen.

Trotz neu eingerichteter Halteverbotszonen, die nur noch ein versetztes Parken erlauben, äußerten einige Bürger bei der Versammlung im Pfarrheim erneut Unmut. "Morgens ist es am schlimmsten, wenn Eltern dort mit ihren Autos halten, um ihre Kinder zur Schule und in die Kita zu bringen", erzählte ein Bürger. Sogenannte "Mamataxis" sorgen vielerorts für Probleme im Straßenverkehr - offenbar auch in Pesch. "Egal welche Lösung - es werden niemals alle zufrieden sein", sagte Hans Willi Türks, zweiter stellvertretender Bürgermeister in Korschenbroich.

Er ist selbst in Pesch zuhause und weiß um die Probleme rund um die Kleinenbroicher Straße. "Wenn dort noch mehr Halteverbotszonen eingerichtet werden, parken Fahrer ihre Autos in den Seitenstraßen. Damit verlagern wir das Problem", sagte er. Ratsmitglied Andreas Heidemann ergänzte, dass sich die Straße bei mehr Halteverbotszonen in eine "Rennstrecke" verwandeln würde und parkende Autos dazu beitrügen, den Verkehr etwa vor Schule und Kita zu bremsen - so, wie es zum Schutze der Kinder gewollt sei.

Andreas Heidemann (v.l.) , Hans Willi Türks und Bürgermeister Marc Venten trafen sich mit Pescher Bürgern. FOTO: Andreas Baum

Ein Thema, über das Bürgermeister Marc Venten beim Pescher Aschermittwoch berichtete: der Umbau der Gymnastikhalle an der Grundschule. Die Kinder, die den Offenen Ganztag besuchen, sollen mit dem Start des neuen Schuljahrs den Container verlassen und in die dann umgebaute Halle ziehen. Diese soll ab den Osterferien für rund 130.000 Euro umgebaut werden, wie Venten erklärte. Die Gymnastikhalle auf dem Schulareal gilt als überflüssig, weil die Schüler seit einiger Zeit in Korschenbroich Sport treiben. Nach dem Hallen-Umbau kann sich die Stadt 1000 Euro Miete pro Monat sparen, die der Container kostet.

Ein Elternteil betonte, dass es "dringenden Bedarf" für den Umbau sehe, zumal der Startschuss für die Arbeiten eigentlich schon hätte im Sommer vergangenen Jahres fallen sollen. Laut Bürgermeister sei es aufgrund von Problemen bei der Ausschreibung der Bauarbeiten zu Verzögerungen gekommen. In die Pescher Grundschule gehen derzeit 91 Kinder, 65 besuchen den Offenen Ganztag. Venten erläuterte auf die Frage eines weiteren Bürgers, dass der einzügige Grundschul-Standort zumindest bis zum Schuljahr 2023/2024 gesichert ist.

Was viele Pescher freuen dürfte: Sie werden an das Netz der Deutschen Glasfaser angeschlossen. "Ich möchte noch keine Prognose wagen, wann der Ausbau konkret startet", sagte Venten, der gleichwohl davon ausgeht, dass Pesch in Sachen Ausbau als nächster Ort an der Reihe ist. Eine sogenannte Popstation, ein großer Verteiler-Kasten für die einzelnen Glasfaser-Stränge, soll auf dem Gelände der Grundschule aufgestellt werden.

Quelle: NGZ
 
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