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Korschenbroich
Plan soll Bebauung in Drölsholz festlegen

Korschenbroich: Plan soll Bebauung in Drölsholz festlegen
Auf dieser ehemaligen Gärtnerei-Fläche sollen vier Einfamilienhäuser und zwei Sechsfamilienhäuser gebaut werden. Anwohner äußerten im Planungsausschuss Bedenken. FOTO: On
Korschenbroich. Gegen die Pläne auf dem Gelände der Gärtnerei Willemsen in Drölsholz haben Anwohner Bedenken. Das wurde im Planungsausschuss deutlich. Die Bedenken der Anwohner werden nun geprüft, ein Bebauungsplan wird erstellt. Von Rudolf Barnholt

Die Gärtnerei Willemsen in Drölsholz ist Geschichte, die Gebäude stehen leer - und in den Treibhäusern wächst längst nichts mehr. Jetzt soll das rund 4000 Quadratmeter große Areal bebaut werden. Geplant sind vier Einfamilienhäuser und zwei Sechsfamilienhäuser. Im Ausschuss für Stadtentwicklung, Planung und Denkmalpflege äußerten Anwohner jetzt allerdings einige Bedenken.

Die von Andreas Heidemann (CDU) beantragte Sitzungsunterbrechung wurde nicht erforderlich, weil Albert Richter (SPD) sofort eine von allen Fraktionen getroffene Entscheidung verkündete: Anders als von der Verwaltung beabsichtigt, soll jetzt doch ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Die Bedenken der Anwohner sollen dabei berücksichtigt werden.

"Die Ausfahrt für die beiden Sechsfamilienhäuser ist genau im Bereich der Fahrbahnverengung der K 35 vorgesehen", beklagt Anwohner Gerd Cattelaens. Ralf Wendelen, der ebenfalls dort wohnt, sieht Nachteile für die Anwohner auch dadurch, dass eine Fläche mit 16 Parkplätzen angelegt werden soll.

"Wir nehmen diese Bedenken ernst, deshalb sollte ein Bebauungsplanverfahren eingeleitet werden", forderte Andreas Heidemann von der CDU. "Der uns vorliegende Entwurf des Investors ist genehmigungsfähig", sagte Planungsamtsleiter Dieter Hoffmans, der sich auf entsprechende Paragrafen im Baugesetzbuch bezieht. Ihm zufolge sei kein Bebauungsplan erforderlich, wenn das geplante Projekt im Zusammenhang bebauter Ortsteile liegt und es sich nach Art und Maß der baulichen Nutzung, der Bauweise und der Grundstücksfläche, die überbaut werden soll, in die Eigenart der näheren Umgebung einfügt und die Erschließung gesichert ist.

"Dennoch sind wichtige Fragen nicht geklärt. Zum Beispiel die, wie Sechsfamilienhäuser in eingeschossiger Bauweise errichtet werden können", erklärte Albert Richter von der SPD-Fraktion und fügte hinzu: "Wir können nicht erkennen, wie viel Wohnfläche dort vorgesehen ist." Rudolf Graaff (CDU) wies auf Folgendes hin: "Von den 16 Stellplätzen im Innenbereich können durchaus Immissionen ausgehen, die das zulässige Maß überschreiten. Dies kann nur im Rahmen eines Bebauungsplanverfahrens umfassend geklärt werden." Dieter Hoffmans hatte zuvor erklärt, dass möglicherweise ein Lärmschutzgutachten erstellt werden müsse. "Wir sind für die Anregungen dankbar, ziehen unsere Vorlage zurück und werden einen Bebauungsplan aufstellen", sagte Baudezernent Georg Onkelbach. "Eine Stichwegerschließung wie im vorliegenden Fall sollte immer über einen Bebauungsplan gehen", erklärte Albert Richter. Die Anwohner waren mit der Entscheidung, dass jetzt doch ein Bebauungsplan aufgestellt wird, zufrieden. Sie gehen davon aus, dass im Rahmen dieses Verfahrens ihre Bedenken eingehend geprüft werden.

Quelle: NGZ
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