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Korschenbroich
"Traube" macht Platz für 24 Wohnungen

Korschenbroich: "Traube" macht Platz für 24 Wohnungen
Dort, wo jetzt das Traditionsrestaurant auf den Abriss wartet, sollen drei neue Häuserblöcke mit insgesamt 24 Wohnungen entstehen. Verläuft alles nach Plan, können die neuen Eigentümer im Februar 2018 einziehen. FOTO: Architekt H. Indenhuck
Korschenbroich. Mit sechs Monaten Verspätung startet die GWB ihre Pläne: Das Traditionsrestaurant "Zur Traube" wird abgerissen. Der Bagger kommt in zwei Wochen und schafft Platz für drei Mehrfamilienhäuser. Der Bauherr investiert 5,2 Millionen Euro. Von Ruth Wiedner-Runo

Das Traditionsrestaurant "Zur Traube" ist verkauft, das Grundstück schon lange verplant: Mit dem Schützenempfang am 31. Mai 2015 öffnete die Familie Kohlen zum letzten Mal für Gäste ihre "Traube". Seither fristet das leerstehende Gebäude an der Haus-Randerath-Straße ein trostloses Dasein. Doch damit ist jetzt Schluss: Gestern wurde der Bauzaun aufgestellt, zur Monatsmitte rückt der Abrissbagger an. "Und wenn alles reibungslos verläuft, können wir ab Oktober mit dem Bau der drei Mehrfamilienhäuser beginnen", sagt Mitgesellschafter und GWB-Geschäftsführer Ingo Buchmayer auf Anfrage unserer Redaktion.

Allerdings will sich Ingo Buchmayer auf keinen Zeitplan festlegen lassen. Das hat seinen Grund: Schließlich sahen die anfänglichen Planungen einen Baustart für Februar 2016 vor. "Ja, der Plan hat sich verschoben", stellt Buchmayer fest und erklärt weiter: "Die Baugenehmigungsphase hat sich durch kleinere Umplanungen etwas verzögert. Und da der Bauantrag erst nach Abschluss des Baugenehmigungsverfahrens im Rathaus eingereicht werden konnte, haben wie rund sechs Monate verloren."

Doch nun will er den Turbo starten: "Ab jetzt wird mit Beteiligung der Fachingenieure auf Hochdruck gearbeitet, um kurzfristig den Baubeginn zu realisieren." Der Bauzaun steht, jetzt wartet die GWB Gewerbe- und Wohnungsbau GmbH auf den Abrissbagger. Die Kleinenbroicher Abbruchfirma Dappen ist für den 16. August bestellt. Ingo Buchmayer hat für den Abriss, gut vier bis sechs Wochen kalkuliert: "Wir müssen ja nicht nur das Gebäude abreißen, sondern auch noch die große Freifläche abtragen." Die Firma Dappen wird den Abbruch über die vorhandene Zufahrt über die Haus-Randerath-Straße abwickeln. Eine Straßensperrung ist nicht vorgesehen.

Die Baugenehmigung liegt der GWB, die zum Jahreswechsel ihren Unternehmenssitz von Lüttenglehn nach Kaarst verlagert hat, bereits seit zwei Wochen vor. Den Investitionsaufwand beziffert der Bauträger mit rund 5,2 Millionen Euro. Er plant auf dem bisherigen Traube-Areal drei Mehrfamilienhäuser mit 24 ausschließlich barrierefreien Wohnungen. Die Größe variiert zwischen 63 bis 122 Quadratmetern. Bedarf an barrierefreien Wohnungen scheint vorhanden: Denn schon jetzt konnte die GWB mehr als 50 Prozent fest für Käufer reservieren.

Die Familie Kohlen - allen voran Sohn Wilhelm, der zuletzt mit seiner Mutter Christel das Familienunternehmen in der fünften Generation führte - hat sich neu orientiert. Auch wenn die Familie in der Vorwoche erst die letzten Lampen abgehangen hat, stellt er doch zufrieden fest: "Das Kapitel Traube haben wir für uns alle abgeschlossen."

Quelle: NGZ
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