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Krefeld
Bau des Kunstrasenplatzes in Hüls hat begonnen

Krefeld: Bau des Kunstrasenplatzes in Hüls hat begonnen
Mitglieder der Bezirksvertretung Hüls und des Hülser SV informierten sich gestern über die Bauarbeiten am Hölschen Dyk. FOTO: Thomas Lammertz
Krefeld. Die Arbeiten für den neuen Kunstrasenplatz auf der Bezirkssportanlage Hüls haben begonnen. Gestern erläuterte Florian Stanka vom bauleitenden Planungsbüro Bezirksvertretern und Vereinsmitgliedern das Projekt im Rahmen einer Baustellenbesichtigung.

Mit einer Größe von 6448 m² wird der neue Platz nahezu die gleichen Maße haben, wie der alte Ascheplatz. Er soll nach Fertigstellung zwölf Jahre halten und kann nahezu ganzjährig bespielt werden. Ein Dachgefälle und eine Drainageanlage lassen Feuchtigkeit bestmöglich ablaufen und versickern, so dass kein Wasser auf dem Platz stehen wird. Momentan werden noch rund 900 Tonnen altes Material abgehoben. Anschließend wird in 45 Zentimeter Tiefe die Drainage verlegt und mit einer Tragschicht sowie dem Kunstrasen bedeckt, der einem Teppich ähnelt. Die 38 mm-langen Kunstfasern werden mit dem Material verwebt.

Anschließend wird der Teppich mit Sand und Gummigranulat aufgefüllt. Nach abgeschlossener Verlegung muss noch eine letzte Wertekontrolle bestanden werden - besonders wichtig sei, so erläuterte Stanka, die richtige Elastizität des Rasens, da andernfalls die Gelenke der Spieler unnötig stark belastet würden. Nach einer drei- bis viermonatigen Einspielphase findet ein Nachpflegegang statt. Die Bauherren gehen von einer Fertigstellung Anfang Oktober aus. Da der Rasen bei Nässe oder Kälte nicht verlegt werden kann, sei ein Ende der Arbeiten vor Wintereinbruch wichtig. Die Kosten in Höhe von 600 000 Euro werden über die Sportpauschale des Landes NRW finanziert. Im Vorfeld war es zu Unstimmigkeiten zwischen CDU und Bezirksvorsteher Hans Butzen (SPD) gekommen, der zu dem Termin eingeladen hatte - offenbar aus Frust darüber, dass die CDU vorher Bilder von der Platzanlage auf ihrer Facebookseite hatte.

Die CDU kam nicht zum gestrigen Termin - sie warf Butzen vor, zu spät eingeladen zu haben. Auch der Vorstand des Hülser SV sagte seine Teilnahme ab - man wolle sich nicht für den laufenden OB-Wahlkampf instrumentalisieren lassen, schrieben die Vorstandsmitglieder Alexander Keyserlingk, Frank Gerst und Kurt Oymanns.

(mh/sep)
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