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Krefeld
Chopelin hat schon als Kind gern gekocht

Krefeld: Chopelin hat schon als Kind gern gekocht
RP-Redaktionsleiter Jens Voss (links) ergründet auf dem "Gelben Sofa", woher Sternekoch Yves Chopelin seine Leidenschaft fürs Kochen hat. FOTO: Strücken
Krefeld. Große Hähnchen und "Schnee-Eier" hat es in seiner Kindheit gegeben. Heute kredenzt der Sternekoch Yves Chopelin in Uerdingen gehobene französische Gerichte. Auf dem "Gelben Sofa" gab er sogar Kochtipps für die Zuschauer. Von Cornelia Brandt

Essen ist in Frankreich ein unverzichtbarer Bestandteil der nationalen Kultur. Nicht von ungefähr kommt die Redewendung "Essen wie Gott in Frankreich". Das Thema aufgegriffen hat gestern RP-Redaktionsleiter Dr. Jens Voss im Gespräch mit dem Uerdinger Sternekoch und Restaurantbesitzer des "Chopelin", Yves Chopelin, der als Gast zur Talk-Runde auf das Gelbe Sofa im Schwanenmarkt gekommen war.

Seine Mutter kochte "ganz bodenständig"

Und dabei gab es Spannendes zu hören. In entspannter Atmosphäre verriet Chopelin, dass er bereits im Alter von elf Jahren viel Zeit mit seiner Mutter in der Küche in seinem Heimatort "La Ferté Bernard" in Frankreich beim gemeinsamen Kochen verbracht habe. "Das war ganz bodenständige Küche. Meine Mutter hat immer viel Wert auf gute Produkte gelegt. Damit muss man gar nicht viel machen, das schmeckt schon von alleine", sagte er. Seine Leibspeise als Kind seien immer "Schnee-Eier" gewesen, und auch große Hähnchen von drei bis vier Kilogramm, frisch vom Bauern, habe es oft gegeben.

Dass er später einmal Koch werden wolle, sei für ihn immer klar gewesen. "Da gab es nichts anderes. Meine Eltern haben die Entscheidung mitgetragen." So habe er nach dem Schulabschluss, mit nicht einmal 14 Jahren, in einem Hotel rund 20 Kilometer von seinem Heimatort entfernt, die Lehre als Koch angefangen. "Ich war froh, dass die Schule vorbei war. Ich hatte dort keinen großen Spaß", verriet er den gespannten Zuhörern. Um sein wahres Talent für das Kochen zu entdecken brauche man die Erfahrung und Routine von Jahren, räumte Chopelin ein. Seine erste Station nach der Ausbildung war ein Fischrestaurant in Paris. Dort sei es auch gewesen, wo er seine Liebe zum Fisch entdeckt habe.

Mit 24 schon Küchenchef im Schlosshotel

Auch einen Tipp, damit der Fisch bei der Zubereitung nicht zerfällt, hielt er für das Publikum bereit: "Es gibt Fische mit fester und weicher Konsistenz. Das muss man wissen und darauf achten." Seine deutsche Frau lernte der Sternekoch während des einjährigen Militärdienstes in einer Kaserne in Schwaben kennen. Doch zunächst führte ihn das Leben zurück nach Frankreich, wo er bereits im Alter von 24 Jahren Küchenchef in einem Schlosshotel an der Loire wurde. Zwei Jahre später wurde er Küchenchef in den "Walliser Stuben" in Düsseldorf. "Dort habe ich zwei Michelin-Sterne übernommen und diese auch vier Jahre gehalten", erinnert er sich. Doch es sei teuer und aufwändig, einen Stern zu haben. "Dazu gehört nicht nur gutes Essen, sondern auch die passende Einrichtung, Besteck, Gläser und das richtige Porzellan", erklärte er.

Man sei jedes Jahr aufs Neue überrascht, wenn man im Guide Michelin stehe. "Das weiß man vorher nicht. Die Tester sind ganz normale Kunden, die erkennt man nicht." Er selbst habe auch einmal mit dem Gedanken gespielt, Michelin-Tester zu werden, doch ein Freund habe ihm davon abgeraten, man würde von dem vielen Essen nur dick. Auch als Koch sieht Chopelin sich gerne Kochsendungen an. Am liebsten "Lanz kocht". "Da waren nur Profis am Werk. Sogar mir hat das was gebracht. Schade, dass die Sendung eingestellt wurde."

Quelle: RP
 
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