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Krefeld
Ende der Spielzeit - Theaterleute verabschieden sich aus Krefeld

Krefeld. Für das Theater beginnen am Montag die Ferien - nach einer langen und guten Spielzeit. Und für einige Ensemblemitglieder bedeutet der Sommer auch Abschied von Krefeld, sie verlassen das Theater.

Solotänzerin Karine Andrei-Sutter wird nach 20 Jahren am Gemeinschaftstheater ihre Bühnenkarriere beenden. Die gebürtige Schweizerin will in Genf eine Ballettschule übernehmen, in der sie selbst einen Teil ihrer Ausbildung absolviert hat. Andrei-Sutter war 1996 gemeinsam mit der damaligen Ballettchefin Heidrun Schwaarz an den Niederrhein gekommen. Sie ist mehrfache Theater-Oscar-Preisträgerin. Zu ihren Lieblingsballetten von Robert North zählen "Bach", "Fado" und "Romeo und Julia".

Cornelius Gebert wechselt, wie bereits berichtet, an das Theater Magdeburg. Er hatte ab 2010/11 am Theater Krefeld und Mönchengladbach sein erstes Engagement direkt nach seiner Schauspielausbildung an der Staatlichen Schauspielschule in Stuttgart. Im Juni 2014 erhielt er den Förderpreis der Theaterfreunde Mönchengladbach. Er begeisterte zuletzt mit seiner Darstellung des Orestes in der antiken Tragödie "Orestie" oder als Ferdinand in "Kabale und Liebe" von Schiller. Und auch in dem Ein-Mann-Stück "Blueglass" beeindruckte er als Mann, der nichts vergessen konnte. Nicht nur als Schauspieler erlebte man ihn hier: Er zeigte Fotografien von Krefelds markanten, nicht immer schönen Seiten und organisierte im Mai das "Welcome Now Festival", ein Benefizkonzert für Flüchtlinge, bei dem Krefelder Bands wie The Fog Joggers und Patrick Richardt auftraten.

Auch die Schauspielerin Lena Eikenbusch geht. Die gebürtige Berlinerin, die an der Otto-Falckenberg-Schule in München studiert hat, war ein Jahr lang hier und in vielen kleineren Rollen in Krefeld zu sehen. Schauspieldramaturgin Barbara Kastner gehörte seit der Spielzeit 2012/13 zum Team um Schauspieldirektor Matthias Gehrt. Sie betreute neben den Stücken für die große Bühne auch die Produktionen der Reihe "Außereuropäisches Theater", darunter "Käfig aus Wasser" des japanischen Künstlers Kuro Tanino und "Cavalo de Santo - Das Pferd des Heiligen" des Brasilianers Jessé Oliveira. Das Publikum kennt Barbara Kastner von vielen Matineen, Publikumsgesprächen und Stückeinführungen. Auch sie wird sich neuen Aufgaben zuwenden. Ein neues Gesicht, das die Besucher ab Herbst auf der Schauspielbühne sehen werden, ist Philipp Sommer. Er ist 1987 in Lohr am Main geboren.

Die Spielzeit beginnt in Krefeld am 14. September mit "Eine Schiffsladung Nelken für Hrant Dink".

(ped)
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