| 00.00 Uhr

Krefeld
Evangelische Kirche sammelt Geschenke für Flüchtlingskinder

Krefeld. Zu Weihnachten wollen evangelische Gemeinden Flüchtlingskindern eine Freude bereiten. Kernidee: ein Schuhkarton mit Geschenken. Bis Mitte Dezember können sie abgegeben werden. Von Jens Voss

Eigentlich sollte die Aktion "Weihnachten im Schuhkarton" heißen - das ging aber nicht, weil der Begriff geschützt ist. Bedingung für die Nutzung des Namens wäre gewesen, den Geschenken ein Informationsheft über Weihnachten beizulegen. "Das wollten wir nicht", sagt dazu Pfarrer Volker Hendricks, Gemeindeverbandsvorsitzender der Krefelder evangelischen Gemeinden, "denn wir wollten dieser Aktion keinen missionarischen Anstrich geben. Es geht allein darum, Kinder egal welcher Religion zum Fest der Liebe zu beschenken." Und so heißt die Aktion jetzt nicht ganz so griffig, aber weiterhin klar: "Freude schenken - eine Geschenkaktion für Flüchtlingskinder in Krefeld."

Die Idee: Wer mag, packt für Kinder einen Geschenkkarton und gibt ihn bis Mitte Dezember bei seiner Gemeinde ab. Von dort aus wird er dann auf den Weg zu den Kindern in den Flüchtlingsunterkünften gebracht. Es ist wichtig, ein paar Regeln zu beherzigen.

Schön wäre, wenn der Karton - ein Schuhkarton reicht vollkommen - mit Geschenkpapier auszuschmücken. Die Geschenke sollten einen Wert von etwa 20 Euro haben. Wichtig: Es sollten keine Kleidung, keine Nahrung und kein Kriegsspielzeug verschenkt werden. Nahrung und Kleidung sind nicht nötig, weil die Flüchtlinge mit Kleidung und Lebensmitteln versorgt werden.

Das Geschenkpaket ist für folgende Altersgruppen vorgesehen und kann folgende Dinge beinhalten:

1-4 Jahre: Rassel, Schnuller, Stofftiere, Beißringe, Spielautos, altersgerechte Baukasten und Ähnliches.

5-12 Jahre: Comics, Spielzeug, Lego, Puppen, Buntstifte, Federmäppchen, Accessoires, Schreibhefte, Musik-CD.

13-18 Jahre: Gutscheine z. B. für Kino/Zoo/Theater/KEV-Spiel, Bücher, Brettspiele, Puzzle, Kopfhörer.

Die Geschenke sollten in einem neuwertigen Zustand sein. Der Karton darf nicht verschlossen sein. Grund: Bevor die Pakete an die Kinder übergeben werden, muss der Inhalt kontrolliert werden.

Durchaus erwünscht ist eine Postkarte mit einem Gruß.

Die Gemeinden handhaben das Prozedere unterschiedlich. So bietet die Kreuzkirche Hüls (Bonhoefferstraße) den Geschenkspendern an, nach dem Gottesdienst am 13. Dezember bei einer gemeinsamen Packaktion die Geschenke zu verpacken, dabei ein "herzhaft/süßes Küchenbuffet zu genießen und mit anderen Menschen ins Gespräch zu kommen". Die Aktion ist von 11 bis 15 Uhr angesetzt.

Die Pauluskirche bittet ihre Gemeindeglieder, die Kartons bis zum 17. Dezember abzugeben, "generell ist Mitte Dezember ein Richtwert", sagt Hendricks.

Quelle: RP
Diskussion
Das Kommentarforum zu diesem Artikel ist geschlossen.