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Krefeld
"Fabritz. Der Preis 2016" für Flüchtlingsprojekt der 6. Klasse

Krefeld. Mit dem Beginn der Flüchtlingswelle 2015 kam in der damaligen Klasse 6 c des Gymnasiums Fabritianum die Idee auf, ein Hilfsprojekt für Flüchtlinge zu starten. Ein Kindertrödel wurde organisiert, in der Schule verkauften die Schülerinnen und Schüler Armbänder mit der Aufschrift "Refugees Welcome", gestalteten eine Givebox für Schutzsuchende, veranstalteten einen Zirkusabend und musizierten in der Weihnachtszeit in der Krefelder Innenstadt. 1600 Euro haben die Jungen und Mädchen so gesammelt, und das belohnte die achtköpfige Schüler-Lehrer-Jury mit dem 1. Preis bei "Fabritz. Der Preis 2016", der mit 400 Euro dotiert ist und nicht nur deswegen einzigartig in der Krefelder Schullandschaft ist.

Zum ersten Mal konnten darüber hinaus in diesem Jahr die knapp 200 anwesenden Schüler, Eltern und Lehrer ihren eigenen Sieger bestimmen, und auch hier fiel die Wahl auf das Hilfsprojekt für Flüchtlinge. Dass die heutigen Siebtklässler durch die Auseinandersetzung ganz nebenbei viel gelernt haben, zeigte eine spontane Geste der Siegerklasse: Die 100 Euro, die sie aufgrund des Publikumspreises zusätzlich gewonnen haben, schenkten sie an die Klasse 6 b weiter, die sonst leer ausgegangen wäre mit ihrer Klassenstreichaktion.

Großer Jubel auch bei den weiteren Siegern: Elena Schöne wurde für ihren langjährigen Einsatz im Schulorchester mit dem 2. Preis ausgezeichnet und erhielt 300 Euro, Sarah Killa 200 Euro und den 3. Preis für ihr tiefsinniges Wandbild zum Europa-Mythos. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer durften ihr Projekt dem Publikum präsentieren und bekamen Urkunden, die sie zum Beispiel bei Bewerbungen vorlegen können.

Auf eine Besonderheit wiesen die Moderatoren Karl Bongartz und Thomas Tillmann hin: "Anders als bei vielen anderen Schulveranstaltungen sind bei ,Fabritz. Der Preis' nicht Schülerinnen und Schüler, sondern nur wir Lehrerinnen und Lehrer im Einsatz, nicht nur bei der musikalischen Gestaltung des Abends mit abwechslungsreichen Programmbeiträgen, sondern auch bei der Bewirtung im Anschluss an die Preisverleihung. Schulleiter Horst Obdenbusch richtete das Auge auf die Zukunft und motivierte alle Anwesenden, selber aktiv zu werden: "Nach dem Preis ist vor dem Preis! Denkt darüber nach, wie ihr das Motto ,Meine Idee für meine Schule' umsetzen könnt. Und vielleicht seid ihr im nächsten Jahr unter den Siegern."

Quelle: RP
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