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Krefeld
Gepflegtes Konzert der Musikschule

Krefeld. Sollbrüggenchor und Sinfonietta gaben Bach, Mozart und Pärt.

Der Sollbrüggenchor, eine Gemeinschaft, die unter dem Dach der Musikschule Krefeld musiziert, gab ein Konzert in der Friedenskirche. Chorleiter Gerald Joswowitz und Ralph Schürmanns mit seiner Sinfonietta hatten je ein Opus von Mozart und Bach ausgewählt und dazwischen zwei Instrumentalstücke des 1935 geborenen Esten Arvo Pärt gesetzt.

Mit Wolfgang Amadeus Mozarts "Vesperae solennes de confessore" begann der Abend, und obwohl der Chor anfangs ein wenig weich klang, stimmte die Balance im Verhältnis zur Sinfonietta, und beide gemeinsam ließen die Gesangssolisten auch akustisch klar im Vordergrund stehen. Auch das gemeinsame Timing gelang. Und in ihren meist kurzen, oft in wechselnden Kombinationen angelegten Parts setzten Katharina Borsch und Ulrike Mertens im Sopran, Ulrike Kamps-Paulsen im Alt, Johannes Klüser im Tenor und Markus Wöckel im Bass sehr schöne Akzente. Besonders erwähnenswert das längere Gesangssolo im "Laudate Dominum", bei dem Borsch nicht nur mit ihrer klaren Stimme erfreute, sondern auch damit, dass sie sie wohl zu dosieren verstand. Die Sinfonietta der Musikschule hinterließ ebenfalls tiefen Eindruck: mit ihrer Interpretation von Pärts "Psalom". In seinen ganz sparsamen, oft unisono gespielten Strichen wirkte es wie fein gezeichnet, und es gelang den jungen Musikern trefflich, die in der Reduktion liegende spirituelle und emotionale Kraft hörbar und wirksam zu machen und im zweiten Stück "Fratres" in die herrliche Steigerung zu führen, die an die warme und doch melancholische Klangfülle von Brahms erinnerte.

Schöne Chor- und Sologesangspassagen waren auch in Johann Sebastian Bachs Magnificat in D-Dur zu hören. Die Bläser sorgten für ein wenig barocke Pracht, im "Quia respexit" und im Finale entfaltete der Chor noch einmal Farbenfreude, das "Deposuit" ließ durch rhythmische Besonderheit aufhorchen, im "Esurientes" durfte sich die Altistin ausführlich bewähren, und auch die Männerstimmen kamen bei Bach stärker zur Geltung. Ein schönes Beispiel für den Teamgeist der Solisten lieferten schließlich noch einmal die drei Damen im "Suscepit Israel".

(MoMe)
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