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Krefeld
"Kita Märklinstraße" soll Familienzentrum werden

Krefeld. Der Jugendhilfeausschuss entscheidet in seiner morgigen Sitzung ab 17 Uhr über die Bewerbung.

Der Jugendhilfeausschuss befasst sich in der morgigen Sitzung mit der Bewerbung der städtischen Kindertageseinrichtung (Kita) Märklinstraße um das Gütesiegel "Familienzentren NRW" ab dem Kindergartenjahr 2016/2017. Gleichzeitig wurde für das laufende Jahr - mit Zustimmung des Landschaftsverbandes Rheinland - das Kontingent für das Gütesiegel "Familienzentren NRW" von der städtischen Kita Lutherische-Kirch-Straße auf die neue städtische Kita Westwall verlagert. Die Kita Westwall befindet sich in der Zertifizierungsphase. Für beide Projekte wird grünes Licht von Seiten der Politik erwartet. Ziel der Familienzentren ist, kinder- und familienorientierte Leistungen zusammen zu führen, qualitativ weiter zu entwickeln und den Familien ein ganzheitliches Angebot über die Kindertageseinrichtung "aus einer Hand" anzubieten.

Eine Ursache für die Maßnahme ist ein Beschluss Landesregierung von 2006, dass rund 30 Prozent aller Kitas zu Familienzentren ausgebaut werden sollen. Derzeit sind in Krefeld 25 Kitas als Familienzentren zertifiziert, vier weitere befinden sich im Verfahren. Und: In jedem Stadtbezirk gibt es zumindest ein Familienzentrum.

Mit Erlass des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW vom Januar 2016 bekam Krefeld ein neues Familienzentrum zugeteilt. Parallel sollen die Jugendämter eigenständig Stadtteile und Einrichtungen auswählen, in denen besonderer Handlungsbedarf besteht. Das Ergebnis: Im Betreuungsjahr 2016/2017 ist die städtische Kita Märklinstraße - mit vier Gruppen und 87 Kindern - der optimalste neue Standort. "Aus Sicht der Jugendhilfeplanung wird diese Einrichtung befürwortet, da die Kita in einem Wohnbereich liegt, in dem viele Familien einen hohen Unterstützungsbedarf haben", so die Verwaltung. Familienzentren mit besonderem Unterstützungsbedarf erhalten eine Landesförderung von 14.000 Euro pro Jahr.

Der Landschaftsverband Rheinland hat dem Wechsel des Bestandskontingentes des Familienzentrums Lutherische-Kirch-Straße auf die Kita am Westwall zugestimmt. Die Einrichtung Lutherische-Kirch-Straße ist räumlich an der Belastungsgrenze, und die vorhandenen Räumlichkeiten werden für die Betreuung der Kinder benötigt und können nicht weiter für das Familienzentrum genutzt werden. Da bereits seit dem Betreuungsjahr 2014/2015 eine enge Kooperation zwischen beiden Einrichtungen gelebt wird und diese nur 350 Meter auseinander liegen, wurde unter der Voraussetzung, dass die neue Kita besonderen Unterstützungsbedarf hat und die Maßnahme im Rahmen der örtlichen Jugendhilfeplanung erfolgt, der Wechsel genehmigt. "Die Einrichtung Westwall ist plusKita, und aus jugendhilfeplanerischer Sicht ist der Wechsel des Familienzentrums sinnvoll", erklärt die Verwaltung.

(jon)
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